es plästert.

Weil es gerade plästert, mit Tendenz zum Gallern und ich durch das Gemöllere auch noch mit einem gelben Damenrad radeln musste, und überhaupt das wetter für Juli und meine unfreiwillig vorhande Freizeit viel zu trist ist, wat zu lachen:

(download)

Zwischengang: Bundesliga-Spieltags-Orakel - Das Letzte vor dem 34. Spieltag

Endlich. Ich habe es rausgefunden, warum die DuMont Presse so eifrig damit beschäftigt war den guten Herrn Finke zu mobben. Aus der Versenkung tauchte der vor einigen Monaten aus dem Verlagshaus mit Pauken und Trompeten verjagte Konstantin Neven DuMont auf und fährt schweres Geschütz auf:
"Bild.de zitiert ihn mit den Worten, er werde vom Verlag schickaniert. Er beschwere sich über monatelanges strafrechtlich relevantes Mobbing. Ende des vergangenen Jahres war der Erbe aus dem Verlagsvorstand ausgeschieden und will seitdem seine Anteile am Verlag loswerden. Sein Vater weigert sich aber, sie zu übernehmen." So schreibt der empfehlenswerte Köln Blog elfnachelf.

Klar. Da fehlte nach seinem Ausscheiden ja auf einmal das Mobbingopfer und zack: Jut, dann maache mer eben dä FC ens flöck kapott. Der Plan: einfach behaupten, der Schäfer würde vom Finke gemobbt und dadurch den Finke mobben. Ein Problem gabs dann nur. Der Kollege Finke lässt sich einfach nicht mobben und macht mal eben den Klassenerhalt klar. So ein Mist. Was machen die DuMonts jetzt? Das ist die zweite Meldung aus der Kölner Presselandschaft: 
„Zeitungsredakteure im Warnstreik. Gestern traten rund 130 Redakteure, Pauschalisten und freie Journalisten unter anderem von Kölner Stadt-Anzeiger, Kölnischer Rundschau und Express in einen 18-stündigen Warnstreik, über den koeln.de berichtet.

Tja, der Kölner Journalist setzt sein recht auf Mobbing eben mit allen mitteln durch.... Ausgang offen. Zu hoffen bleibt, dass daraus ein Dauerstreik wird. Arbeitsniederlegung bei den Kölner Sportredaktionen ist wohl langfristig die einzige Chance des ersten Fußball Clubs Köln auf eine bessere Zukunft. 

Was gab es noch in dieser Woche. In Köln wenig. Vielleicht, dass die Jungs ganz in Weiß in die neue Saison starten. Poldi hat sich schon einen Stadtführer für Kopenhagen gekauft, in der Hoffnung, dass dort auch ein paar brauchbare Norwegische Vokabeln drinstehen. Frei nach dem Motto „Mailand oder Madrid, Hauptsache Italien!.

Für Unterhaltung sorgte da eher Christoph Daum. Was gibt es dazu noch zu sagen. Der Hessische Rundfunk ist ja soooo gemein. Und der Chrissi hat den noch in seinen Garten eingeladen. Trotzdem berichtet der nicht das was der Christoph gerne hätte. Gut, der Christoph ist eh sehr missverstanden. Immer. Da waren die Leute doch wirklich böse, weil er aus Köln weggegangen ist. Und dann haben die noch mehr gespottet, als der Christoph zu Frankfurt gegangen ist. Dabei ist die Eintracht doch sportlich wesentlich weiter vor dem FC. Hat internationale Ambitionen! Also kann man das nicht vergleichen. Deswegen geht der Christoph auch mit der Eintracht in die zweite Liga. Da ist es dann aus Aachen nicht mehr soweit nach Belgien und von Cottbus ist man ja auch schnell in Polen. Im Trainingslager kann man ja auch gegen Internationale Gegner spielen. Lieber Christoph, ist das mit den Drogen wirklich vorbei. Ansonsten hoffe ich, dass Deine Gedanken in Deinem Kopf wenigstens Sinn machen, denn sobald sie artikuliert sind, versteht sie keiner mehr....

4f32c3bcad6a1a34cfffc9811fe95a

Kommen wir - ein letztes mal - zum Sportlichen

Ich gebe es ungern zu. Aber nach dem Motto „jeder kriegt das was er verdient, muss ich ich schweren Herzens die folgende Aussage treffen: Lieber spiele ich nächstes Jahr gegen die scheiß Borussia aus Mönchengladbach als gegen Daum oder die Radkappengesichter aus Wolfsburg. Deswegen, liebe Dortmunder: Macht Sie nieder, schießt sie aus der Liga. Mein Tipp: 5:0 für den BVB, schöne Feier, haut rein. Und um Euch den Spaß (mal wieder) zu versüßen, hauen wir die blöden Schalker mit 3:0 weg. La chba ch gewinnt in Hamburg, Anerkennung für diesen von mir nie im Leben erwarteten Endspurt. Respekt. Der einzige Unsicherheitsfaktor ist die Söldnertruppe aus Hoppenheim. Aber ich bin zuversichtlich. Magath raus!
Ein wenig Pech haben die Bayern. Wenn die Pillen eins können dann zweiter werden. Mit einem Pünktchen werden Sie das auch tun, womit der Bayern Sieg nutzlos ist. Die restlichen Spiele gehen ganz klar 5:5 aus.

 

Bildschirmfoto_2011-05-13_um_19

 

Wattmeer-Berti und der Piraten-Gag

Har, har - Ihr Landratten. Da war ich ja gerade ein wenig mit meinen neuen, und auch sehr netten (schließlich lesen die das hier ja vielleicht auch) Kolleginnen und Kollegen auf 'nem stolzen Plattbodenschiffchen unterwegs. Der Kahn hatte zwei großen Masten und bestimmt auch viele Segel - die wir leider nicht ausprobieren konnten, weil der Wettermann uns statt Wind nur Sommer, Sonnenschein und blausten Himmel geschenkt hat, was zugegebener Weise nicht das schlechteste war. Ich also fein zwei Tage unterwegs und habe als Neu-revo.Pirat mit den anderen die Wattmeere vor der Holländischen Küste unsicher gemacht. Prompt schickt mein Brüderchen mir heute Passenderweise einen bomben Piraten-Gag, der den übermüdeten Montags-Berti bestens zu unterhalten wusste. Daher konnte ich nicht lange warten und musste das gute Stück schnell hier reinpacken und in die Welt hinaus schicken. (für ne Statusmeldung war’s leider zu lang! ;-) …viel Spaß.

A pirate walked into a bar, and the bartender said,

"Hey, I haven't seen you in a while. What happened? You look terrible."

"What do you mean?" said the pirate, "I feel fine."

"What about the wooden leg? You didn't have that before."

"Well," said the pirate, "We were in a battle, and I got hit with a
cannon ball, but I'm fine now."

Pirat

The bartender replied, "Well, OK, but what about that hook? What
happened to your hand?"

The pirate explained, "We were in another battle. I boarded a ship and
got into a sword fight. My hand was cut off. I got fitted with a hook
but I'm fine, really."

"And what about that eye patch?"

"Oh," said the pirate, "One day we were at sea, and a flock of birds
flew over. I looked up, and one of them shit in my eye."

"You're kidding," said the bartender. "You couldn't lose an eye just
from bird shit."

"It was my first day with the hook."

 

Zwischengang: Bundesliga-Spieltags-Orakel

Nie deutscher Meister, ihr werdet nie deutscher Meister, niiiiie deutscher Meiiiister, ihr werdet niiie deutscher Meister. Ein dankbarer Spieltag, dieser 32te einer überaus seltsamen Saison.  Dortmund dankt uns. Wir danken uns selber. Wir danken Nova. Wir danken Michael “da guckste doof Ballack” Rensing und vor allem Micha “oh, der Rensing, jetzt guck ich aber doof” Ballack.

Ballack_rensing_692
Das größte Leid im Fußball? Mitleid! Die schönste Freude? Schadenfreude!

Jetzt noch ein Punkt gegen Daum. Liebe Frankfurter, versteht mich nicht falsch. Ihr seid mir grundsätzlich egal, nur habt Ihr eben den Judas in Messias-Gestalt als Trainer verpflichtet und Euch somit die schlechtesten Wünsche aller FC Fans zugezogen. Deswegen müsst Ihr jetzt eben absteigen. Sorry. Ach ja, vielleicht auch noch, weil wenn nicht Ihr, dann könnte es uns treffen und das will ja auch keiner - außer Euch. Aber das interessiert ja wiederum keinen von uns, Ihr seid uns ja grundsätzlich egal - s.o. Ihr versteht!?

Ich habs immer gesagt...

Aber Verzeihung, wo sind nur meine Manieren geblieben: Ehre wem Ehre gebührt: Lieber Ballspielverein Borussia 09 e. V. Dortmund, das Bundesliga-Spieltags-Orakel der Saison 2010/2011 hat es schon zu einem Zeitpunkt der Saison orakelt, als alle so genannten Experten (mit Ausnahme des 11-Freunde Kollegen Köster) Euch auch schon längst als größten Meisterschaftsfavorit ausgemacht haben: Deutscher Meister wird nur der BVB. Dazu möchte ich Euch von Herzen und mit aller gelangweilten Monotonie gratulieren, mit der Ihr diese Saison dominiert habt. Nicht mal der große FC Bayern hat es in all den Jahren geschafft so wenig Spannung an der Tabellenspitze zuzulassen. Herzlichen Glückwunsch. Die Frage nach dem Stellenwert einer Meisterschaft, die gegen einen Mannschaft geholt wurde die von Natur aus nur Zweiter werden will, sollen aber andere beantworten.

Bvb_meister_ha_spor_770890c
Freuen sich über ein großes Bier, die Herren Barrios, Weidenfeller & Co

Um was geht's jetzt noch?

Meisterschaft entschieden, die Bayern lassen sich von den Hannoveranern auch nicht mehr länger ärgern. Die werden mit Mainz und Schalke in die Europa League (immer noch ein stranges Wortkonstrukt) einziehen. Sorry Duisburg. Bleibt noch der Abstiegskampf der noch ein wenig Orakeltum zulässt. Was brauchen wir also um glücklich zu werden. Ganz einfach: einen starken VfL Bochum in der Relegation, der wahlweise Daum oder die Bauern aus Ostholland in die zweite Liga schießt. Denn das ist, so der Fußballgott will, die einzige Frage, die sich noch stellt: Wer kommt in die Relegation - Frankfurt oder Lachbach.

Zur Sache

Schalke gegen Mainz. Und kaum schreibe ich “Schalke” schießt Manus Anderson das 3:1 in Old Trafford. Wer mag es den Gelsenkirchenern verübeln, in Anbetracht der respektablen Leistung in der Championsleague und im Hinblick auf das Pokalfinale gegen Duisburg, wenn sie es nicht mehr schaffen gegen die Mainzer richtig dagegen zu halten. Zack, 4:1 Anderson...
Der frischgebackene Meister aus Dochtmund wird je nach Rest-Promille entweder eine Klatsche kassieren in Bremen oder ein Tor-Festival veranstalten. Hoffen wir einfach, dass die Partie unterhaltsam wird, ernsthaft tippen kann man sie auf jeden Fall nicht. Deswegen sei an dieser Stelle ein klares 7:5 für Dortmund orakelt, alles andere wäre unseriös. Leverkusen gegen den HSV interessiert eigentlich genauso wenig, wie die Niemandsland-Partien Wolfsburg gegen Lautern oder Nürnberg gegen Hoppenheim. Allen Fällen ist mit lauem Sommerfußball und höchstwahrscheinlich Heimsiegen zu rechnen, die Mannschaften wollen sich ja schließlich ordentlich von Ihrem Heimpublikum in die Sommerpause verabschieden. Wobei die Motivation diesbezüglich, bei solch charakterlich einwandfreien Kickern, wie z.B. Diego einer ist durchaus in Frage gestellt werden kann.

Was den Abstiegskampf angeht blickt die Republik am Samstag nach Frankfurt und Ostholland. Das unglaubliche bei den Partien wird dabei nicht der Heimsieg der Lachbacher sein. Die weinen zwei Wochen später eh, wenn sie gegen Bochum abgestiegen sind. Nein, es wird einen Auswärtssieg des ersten Fußballclubs aus Köln geben. Warum? Glaube! (s. letztes Orakel). Bleibt noch der Kampf um die Championsleague zwischen dem FC Bayern und Hannover. Keine Entscheidung am 32ten Spieltag, denn Hannover verliert, aber der FC St. Pauli macht uns noch ein Abschiedsgeschenk und beschert uns mit einem Heimsieg gegen die Bayern einen spannenden Kampf um den dritten Platz bis zum letzten Speitag. Schönes Wochenende.


P.S. Lieber Karl-Heinz Wagner, mit Verlaub, Sie sind ein Arschloch!

Weltexklusiv: Wo sind Sie gewesen? Das Bundesliga-Spieltags-Orakel im Interview.

Er ist unser Mann beim Riehler-Dorfanzeiger für die ganz schmutzigen Angelegenheiten. Dabei steht er für klare Berichterstattung statt billiger Meinungsmache: Karl-Heinz Plagner, seriöser Journalist. Er hat geschafft, was bisher keinem gelang: Nachdem es drei Wochen untergetaucht war und die Leser sich ernsthaft sorgten, was aus ihm geworden ist, trifft Plagner sich weltexklusiv mit dem Bundesliga-Spieltags-Orakel zu einem überraschend offenen Interview.

Herr Orakel, drei Spieltage nicht orakelt. Was war los?

Wissen Sie, auch ein Orakel lebt nicht vom orakeln allein. Manchmal muss auch ich meine kostbare Zeit in andere Projekte investieren. So ein Spieltags-Orakel ist ja nicht mal eben so zwischen Tür und Angel dahin prophezeit. Das ist das Ergebnis einer komplizierten und aufwändigen Ermittlung der Tipps für den kommenden Spieltag und scharfer Beobachtung der Ereignisse rund um die Vereine. Sie wissen ja die besten Geschichten schreibt das Leben – in der Bundesliga findet das ja bekanntlich auch von Montag bis Freitag statt.

Was meinen Sie da im Speziellen?

Naja, in den letzten beiden Wochen war ja nicht viel los. Aber grundsätzlich sind personelle Veränderungen auf Trainer oder Manager-Ebene immer ein gefundenes Fressen für uns Orakler. Auch lustige Interviews, groteske Entwicklungen im Umfeld oder öffentliche Hetzkampagnen können Stoff für gute Orakeltexte sein.

Haben Sie da ein aktuelles Beispiel?

Nein. Momentan ist es in der Liga ja relativ ruhig. Ich wüsste, hätte ich die Zeit, auch gerade gar nicht worüber ich schreiben soll. Dortmund ist wohl Meister, in der Championsleague setzen sich die Favoriten durch. Da ist wenig zu holen. Hochachtung vor den seriösen Journalisten, wie Sie einer sind. Ich meine Sie müssen jeden Tag was schreiben. Ich glaube ich könnte der Versuchung nicht lange wiederstehen und würde wahrscheinlich irgendwelche Hintergrundinformationen lancieren um eine unglaubliche Story aufzubauen. Ich meine bedenken Sie, was eine Zeitung für eine Macht bezüglich der öffentlichen Meinung hat. Da könnte man sich leicht aus niederen Beweggründen dazu hinreißen lassen, diese Macht auszunutzen, um sagen wir mal eine ganze Vereinsführung in Misskredit zu bringen. Wirklich erschreckend, diese Vorstellung. Aber so etwas traue ich nun wirklich keinem Journalisten mit ein wenig Berufsethik zu. Erst recht nicht im Rheinland.

Dann zurück zu Ihrer Schaffenspause, können Sie sich vorstellen, dass einige Leser, ja ich möchte auch von Fans Ihres Orakles reden, enttäuscht waren?

Wissen Sie, als Anhänger des 1. FC Köln, kenne ich mich mit Enttäuschungen aus. Drei Wochen mal kein Geblubber von mir, das muss einen nun wirklich nicht enttäuschen. Das Orakel ist ein wenig wie eine Auswärtsfahrt zum VfL Bochum, auch wenn es die mal eine Zeit lang nicht gibt, sie kommt immer wieder und macht dann direkt wieder Spaß. Enttäuschung ist also an dieser Stelle wirklich zu viel des Guten. Aber wem erzähle ich das, man munkelt Sie seien ein Fan von Bayer 04 Vizekusen?!

Na das tut aber jetzt wirklich nichts zur Sache, liebes Orakel. Wir sind völlig glücklich mit unserem Platz Zwei. Die Meistersch…

Sicher, Herr Plagner. Aber Moment mal….sind das Tränen? Ich bitte Sie, nun reißen Sie sich aber mal zusammen. Ihre nächste Frage bitte.

Ähhm, ja. Liebes Orakel. Sie sagten eben, dass die Ermittlung der Tipps für den kommenden Spieltag Ergebnis einer komplizierten und aufwändigen Untersuchung seien. Weihen Sie uns in das Geheimnis ein?

Vielleicht kann ich ihnen den Ansatz kurz erläutern um die Komplexität zu verdeutlichen: Ich spiele den kompletten Spieltag vor. Als großer Konsolensportler habe ich die Möglichkeit auf die neuste Fußball-Simulationstechnik zurückzugreifen. Somit bin ich in der Lage jede Partie einmal zu spielen. Da ich aber aufgrund meiner stark trainierten Fähigkeiten mittlerweile eine solche Qualität an den Tag lege, muss ich die Partie immer zweimal Spielen, mit jeder Mannschaft einmal und die Tor-Differenz der für die jeweiligen Mannschaften erzielten Tore ergibt dann die Grund-Tendenz mit der ich das Spiel tippe. Dazu fließen dann noch weiche Faktoren die sich unter der Woche ereignen ein, wie Medieneinfluss, internationale Begegnungen oder andere Entwicklungen abseits des Platzes. Die Formkurve der letzten Wochen spielt natürlich auch eine Rolle bei dieser Analyse.

Das ist ja sehr aufwändig. Respekt vor dieser Akribie. Wie lange dauert es dann am Ende von der Idee bis wir ein Orakel lesen können?

Also wirklich Herr Plagner, Sie glauben einem aber auch jeden Scheiß. Normalerweise setzte ich mich hin, lese ein wenig die Fußballpresse der letzten Woche, habe eine Idee und dann schreibe ich den Kram runter, lese ihn noch mal, Bildchen dabei und fertig ist das Ding. In der Regel und je nach Futter aus Grüngürtel und Amsterdamer Straße zwei bis vier Stunden, aber auch diese Zeit muss man eben haben.

Ha, da haben Sie mich jetzt aber erwischt. Was sind die größten Schwierigkeiten beim Schreiben?

Mein Glaube steht mir häufiger mal im Weg…

Moment, reden Sie jetzt von Religion, Kirche, Bibel - kreisen wir hier etwa um das Thema Theologie?

Nein, Herr Plager. Ich rede davon, dass ich an das Gute im 1. FC Köln glaube. Und auch damit meine ich jetzt keine Luke „es steckt noch Gutes in ihm“ Skywalker Sache, sondern einfach nur „Gut“ im Bezug auf fußballerische Fähigkeiten. Was Religion angeht haben wir ja gerade beim FC schon schlechte Erfahrungen gemacht mit Jesus Mondragon und Messias Daum. Letzterer hat es ja sogar auch noch zum Judas geschafft. Oh, da haben wir übrigens direkt Pointen-Potential: Daum, der Messias und Judas in Personalunion. Zack, Lacher – so einfach kann das sein. Kapiert, Herr Plagner!

Sie sind wirklich gut. Eine letzte Bitte habe ich noch: können Sie jetzt exklusiv für uns orakeln?

Gerne. Heute habe ich sogar einen besonderen Spannungsbogen. Vielleicht nehmen Sie sich eine Tabelle zur Hand oder gehen Sie parallel auf den Tabellenrecher auf bundesliga.de, dann macht das noch mehr Spaß und Sie können der Dramaturgie besser folgen. Können Wir anfangen, Herr Plagner?

Ja, ich bin soweit…

Gut: Freitagabend und es geht direkt hinein in den Abstiegskampf: Werder wackelt Wolfsburg aus der Liga und Lautern versetzt St. Pauli den Todesstoß. Für die roten Teufel und das dynamische Duo Allofs/Schaaf somit auch die rechnerische Rettung. Es zeigt sich mal wieder, dass Ruhe bewahren und nicht in Panik und Hysterie zu verfallen doch eine Alternative für abstiegsbedrohte Clubs sein kann. Aber ist die Syker Kreiszeitung wirklich mit den DUMont Schmierfinken zu vergleichen? Zweifel sind hier mehr als angebracht. Bei dieser Ergebnislage Stellt sich die Frage: Hoffnung für Lachbach? Der Reihe nach.
Der BVB siegt gegen Nürnberg. Reicht das schon zum Titel? Aber auch hier: Der Reihe nach. Die Internationalen Träume der Franken dagegen scheinen dahinzuschmelzen, wie ein Brennstab in einem havarierten Atomkraftwerk oder ein Spültuch, das auf einer versehentlich angelassenen Herdplatte liegt. Denn zusätzlich wird auch noch der Druck von unten erhöht, da der HSV noch mal einen letzten Funken Hoffnung verspürt durch einen Sieg gegen den SC Freiburg. Aber anstatt ein Feuer zu entfach verglüht dieser Funke humorlos in der Luft, wenn kurz nach Abpfiff das Ergebnis aus Mainz auf der Anzeigetafel erscheint: Sieg für die Möchtegern-Narren. Niederlage für Frankfurt im in der ARD, spätestens aber im ZDF als großes Rheinhessen-Derby ausgerufenen Spiel am Mainzer Bruchweg. Witzige Vorstellung, dass sich dieser grenzdebile Mainzer Clown mit den Frankfurter Ultras prügelt. Armer Clown. Und wieder ein Ergebnis, was die Bauern aus Ostholland hoffen lässt. Zu Recht? Es bleibt spannend. 
Hoppenheim gegen Stuttgart. Langweilt von der Ansetzung her schon so, dass einem gar nichts anderes übrig bleibt, als null zu null zu rufen und damit schon mehr Aufregung zu verursachen, als es das Spiel in 90 Minuten schaffen wird. 
Kommen wir zum Derby, das nicht so genannt werden darf. Das wäre zu viel Anerkennung für den Klassenausflug der Gesamtschule Schlebusch-Nord ins Stadion zu Müngersdorf. Glasklar: Drei zu Null oder in Worten 3:0! Sie fragen warum, Herr Plagner? Ganz einfach: Glaube! Sie verstehen? Zittern in Lachbach. 
Zu recht: Hannover will in die Championsleague und mag ums Verrecken nicht damit aufhören. Also bitte, dann macht’s halt und schießt die blöden Bauern in die zweite Liga… Bayern gegen „Ach Du scheiße, hat Manu Euch mal gezeigt wo der Hammer hängt – Schalke ist das offizielle Ablösespiel für ManU(ell) Neuer … nomen est omen, liebe Transfermarkt-Orakel-Freunde. (Nein, es gibt keinen Plan diesbezüglich …aber wer weiß). Ach so, das Spiel geht mit Sicherheit auch irgendwie aus, Nehmen wir ein 4:4 – klingt wenigstens nach Spaß.

In diesem Sinne, schönes Wochenende.

P.S. Eine Geschichte kann man immer auf verschieden Art und Weise erzählen. Hier ein guter Blog-Beitrag über die Rolle der Medien bei der "Causa Schäfer/Finke". 

Finke-schaefer-540x304

 

 

Zwischengang: Bundesliga-Spieltags-Orakel

Länderspielpause. Laaaaagnweilig! Zwangspause für das Orakel - wir sind ja hier ein Bundesliga-Orakel und nicht irgend so ein dahergelaufenes Kraken-Futternapf-Vorhersage-Spektakel für Länderspiele. Aber die gute alte Bundesliga gibt ja momentan nun wirklich nicht viel her, worüber man sich amüsieren könnte. Na gut, Würstchen Uli poltert mal wieder. Namensvetter Bruchhagen bezeichnet das als Weinlaune. Womit wir beim Thema wären: Das Orakel wäre nicht das Orakel, hätte es nicht zuweilen diese grandiosen Überleitungen. Uli regt sich also über das Pulver im Kaffee von Berti Bruchhagen auf. Pulver? Was meint er damit? Doch nicht etwa Koks? Also in Anspielung auf Christoph „Herzensangelegenheit – Messias – internationale Ambitionen“ Daum? Hihihi… Koks. Daum. Hoeneß. Und dann auch noch die bajuwarische Reunion mit Don Jupp. Wahnsinn. Daumen hoch. Gefällt mir – Gefällt mir? Klar: Facebook! Was macht man wenn einem in der Länderspielpause langweilig ist? Facebook! Da hab ich mich nicht lumpen lassen und die Highlights der vergangenen Tage im Facebook-Bundesliga-Universum in mundgerechte Stücke zusammenzufassen (und sachlich bewertet – Bon Appetit:

  • Samstag 19.03. um 19:05 - HSV - keiner Sau gefällt das!
    Wir haben ein paar Fotos vom 6:2 Erfolg gegen Köln hochgeladen. Einen Spielbericht gibt es auf hsv.de

    ->  Auswärtssieg, Auswärtssieg, Auswärtssieg!
  • Mittwoch 23.03. um 11:18 - 1. FC Köln - Dir und 5964 anderen gefällt das
    FC verlängert Vertrag mit Michael Rensing

    -> zu Recht!
  • Mittwoch 23.03. um 11:18 - Eintracht Frankfurt - 332 Personen gefällt das
    Erstes Training unter Christoph Daum wird heute live im HR Fernsehen übertragen, von 15h30 bis 16h.

    -> Wo hab ich das nur schon mal....
  • Donnerstag 24.03. um 11:29 - 1. FC Nürnberg hat eine Veranstaltung erstellt.
    Verkaufsoffener Sonntag Fan-Shop Ludwigstraße Sonntag, 10. April 2011 um 13:00 ‎1. FCN Fan-Shop, Ludwigstraße 46, 90402 Nürnberg

    -> Mist, da feiert Oma ihren 90igsten, kann ich nicht.
  • Donnerstag 24.03. um 11:29 - 1. FC Kaiserslautern - 128 Personen gefällt das
    Bastian Schulz, Clemens Walch, Pierre De Wit und Chadli Amri waren heute bei Autogrammstunden anzutreffen.

    -> na da der FCK sich aber mal nicht lumpen lassen und seine Spitzenkräfte zur Autogrammstunde geschickt... Ach das sind wirklich die Spitzkräfte. Oh!
  • Sonntag 27.03. um 11:29 - 1. FSV Mainz 05 - Personen gefällt das
    Der Hammer der Woche! Sichert euch ein VIP-Fanpaket zum Heimspiel gegen den SC Freiburg am Samstag, 2. April: Zwei Sitzplätze auf der Haupttribüne, Zugang zur VIP-Lounge, eine exklusive Stadionführung, ein Original-Trikot aus dem Spiel und vieles mehr unter mainz05-auktion.de!

    -> Klingt wie die Mastercard-Werbung, von wegen "manche Dinge kann man nicht kaufen" - nur umgekehrt...
  • Sonntag 27.03. um 01:57 - Borussia Dortmund - 631 Personen gefällt das
    Götze wurde beim 4:0 gegen Kasachstan eingewechselt - Der Rest durfte noch nicht ran! Von den 5 nach kicker-Noten besten deutschen Feldspielern der Saison (Hummels, Bender, Götze, Gomez, Schmelzer) stand niemand in der Anfangsformation - Dienstag gibt's 'ne neue Chance!

    -> Und das ist auch gut so -  s. Montag 28.03. um 10:52 - Borussia Dortmund
  • Montag 28.03. um 13:26 - FC Schalke 04 - 164 Personen gefällt das
    Metze im Interview mit westline: "Ralf Rangnick gehört zu den Trainern aus dem süddeutschen Raum, die sehr konzeptionell arbeiten. Dazu gehört Pressing, dem Gegner den Ball schnell abzujagen und nach vorne zu spielen. Entscheidend ist dabei die Umsetzung und die Konstanz, Woche für Woche gute Leistungen zu zeigen." Hier geht es zum ganzen Interview. Glück auf!

    -> So, so, Herr Metzelder erklärt das Nord-Süd-Gefälle der Trainergilde. Der Norddeutsche Trainer spielt demnach mit Libero und Langen Bällen? Übrigens: Felix Magath kommt aus Aschaffenburg…
  • Montag 28.03. um 15:15 - Bayer 04 Leverkusen Fussball - 181 Personen gefällt das
    Nirgendwo ist ein Treffer der eigenen Mannschaft günstiger zu bejubeln als in der BayArena...

    -> Da weiß man gar nicht wo man anfangen soll! Also: a. Qualität hat eben Ihren Preis. b. 181 Personen gefällt das - immerhin, bei den Pillen sind alle Fans im Stadion auch bei FB. c. Mehr Taschengeld bekommt man eben als 10jähriger nicht.
  • Montag 28.03. um 18:01 - FC Bayern München - 846 Personen gefällt das
    Bundestrainer Joachim Löw wird im Testländerspiel gegen Australien auf einen Einsatz von Kapitän Philipp Lahm verzichten. Noch 5 Tage bis zum nächsten Bayern-Spiel. Wie überbrückt ihr die Zeit ohne FCB-Spiele?

    -> Wir fahren nach Lachbach und pfeifen Schweini aus!

2ewzfnk
Guck ma Basti, so macht man sich freunde im Stadion!


  • Montag 28.03. um 10:52 - Borussia Dortmund - 1632 Personen gefällt das
    Mit Mats Hummels, Marcel Schmelzer, Mario Götze und Sven Bender - die ersten beiden mit Sicherheit in der Startelf - bestreitet die deutsche Nationalmannschaft heute Abend (20.45 Uhr) ihr Länderspiel gegen Australien! Dort hofft BVB-Keeper Mitch Langerak auf sein Debüt!

    -> Das hat ja gut geklappt - s. Sonntag 27.03. um 01:57 - Borussia Dortmund
  • Montag 28.03. um 15:07 - VfL Wolfsburg - 12 (in Worten ZWÖLF) Personen gefällt das
    Highlight der Woche im Wölfeshop: Fußball-Freundealbum statt 9,95 EURO für nur 7,00 EURO

    -> noch mal: 12 (in Worten ZWÖLF) Personen gefällt das! Da kriegt dieser Blog den keine Sau ließt ja mehr Daumen nach oben!

Woelfeshop
Noch immer zu haben...


  • Dienstag 29.03. um 18:04 - FC Bayern München - 852 Personen gefällt das
    Im Interview mit fcbayern.de äußerte sich Jörg Butt über seine Zukunftspläne beim FCB.

    -> Hey, Jörg. 852 "gefällt mir" - Menschen können nicht irren: Du hast keine Zukunft. Wie wäre es mit einer Ausbildung als Bankangestellter bei der der Hypo-Jupp?
  • Mittwoch 30.03. um 10:45 - VfB Stuttgart 1893 e.V. - eigentlich kann das keinem mehr gefallen
    Die EM im Fokus | Nur für die wenigsten VfB-Legionäre läuft die Europameisterschafts-Qualifikation nach Wunsch. U.a. erlebte Martin Harnik einen weiteren Rückschlag mit Österreich. Christian Träsch und Pavel Pogrebnyak hatten Testspiele.

    -> Tja, wenn einmal der Wurm drin ist. Aber, wer die eigenen Spieler als "Legionäre" bezeichnet, muss sich eigentlich über gar nichts mehr wundern! Absteiger...
  • Mittwoch 30.03. um 10:45 - FC Schalke 04 - 112 Personen gefällt das
    Während sich die Dachreparatur leicht verzögert, sorgt Ralf Rangnick für frischen Wind...

    -> So viel Humor hätte ich Schlacke gar nicht zugetraut?
  • Mittwoch 30.03. um 11:53 - HSV - 451 Personen gefällt das
    Gestern feierte Paolo Guerrero sein Comeback in der peruanischen Nationalmannschaft. Unterdessen hat Ruud van Nistelrooy im Trikot der Niederländer ein Tor gegen Ungarn erzielt. Die Ergebnisse und weitere Infos zu den Länderspielen mit HSV-Beteiligung erfahrt ihr auf hsv.de.

    -> Wie ist er eigentlich dahin gekommen? Schiff? Geschwommen? OK, das Spiel war in Barcelona. Mopped?
  • Mittwoch 30.03. um 13:39 - 1. FC Köln - 1651 Personen gefällt das
    Herzlichen Glückwunsch, Wolfgang Niedecken! Der FC gratuliert seinem treuen Fan und Ehrenmitglied ganz herzlich zum 60. Geburtstag

    -> Ehre wem Ehre gebührt, da schließe ich mich doch den Glückwünschen an und gratuliere dem FC zu der hervorragenden Auswahl des Bildes zu diesen Glückwünschen:

Niedecken
Verdammt lang her, dat mer jejubelt hann


  • Mittwoch 30.03. um 15:56 - 1. FC Köln - 1651 Personen gefällt das
    Der 1. FC Köln hat den Vertrag mit Christian Clemens vorzeitig verlängert.

    -> Noch mal Glückwunsch FC und natürlich ein gefällt mir! Aber was steckt dahinter, dass der Club nicht veröffentlicht, wie lange der Kollege verlängert hat!? Der neue Mistery FC...
  • Mittwoch 30.03. um 18:04 - TSG 1899 Hoffenheim - 66 Personen gefällt das
    Nur noch wenige Tage: Das Home-Trikot inkl. Flock und Versandkosten für nur 18,99 Euro im Online-Shop. Also schnell zugreifen!

    -> Achtzeeeh Euuuro Neununneuuuunzig - Fuuuußball Huuure Hoppenheim!
  • Mittwoch 30.03. um 18:04 - 1. FC Nürnberg - 147 Personen gefällt das
    Habt ihr schon beim aktuellen Voting auf fcn.de mitgemacht? Wir stellen die Frage: Welcher Cluberer hat euch international bis jetzt am meisten überzeugt?

    -> Klar, wir haben Sie noch gut in Erinnerung die glorreichen internationalen Auftritte des Clubs im UEFA - Pok ... nein? Champions... auch nicht ... ach Nationalmannschaft! Gut die Kollegen Eckici und Gündogan können schon kicken, keine Frage, aber wer ist noch mal souveräner Tabellenführer in deren EM-Quali-Gruppe?
  • Mittwoch 30.03. um 16:03 - Eintracht Frankfurt - 316 Personen gefällt das
    Daum verbreitet gute Laune.

    -> Noch!
  • Donnerstag - 31.03. um 09:04 - Werder Bremen - 171 Personen gefällt das
    Ein Tag im Leben eines Profi-Fußballers. WERDER.TV begleitete Kevin Schindler von morgens bis abends - stand mit ihm auf, fuhr mit ihm zum Training und brachte ihn abends wieder ins Bett.

    -> Vorher haben wir ihm noch sein Fläschen gemacht, ihn gefüttert und die Windeln gewechselt...

Credits:

  • Danke an den SC Freiburg, der endlich mal zeigt, dass man nicht jeden Trend mitmachen muss. Facebook? Ein Buch mit Gesichtern!? Wer hat das geschrieben?
  • Verwundert hat mich St. Pauli - auf der offiziellen Seite gibt es so gut wie keine Posts. Ungewöhnlich für den sonst bei derlei Dingen so umtriebigen Club...
  • Leider konnte ich mir die Fanpage von Lachbach nicht anschauen, als ich beim Tippen soweit gekommen war -> "Borussia Mö" fing mein Notebook an zu qualmen und wenn ich mich nicht täusche kamen Schmerzensschreie aus der Lüftung. Aber was die da so schreiben interessiert ja nun wirklich keinen. Wer ließt schon gerne Kondolenzbücher!

Wichtig ist auf’m Platz

Sankt Pauli gegen Schlacke – Facebook Einöde gegen Selbstironie (bleibt ihnen eh nix anderes mehr übrig). Klarer Sieg für die Ruhrpöttler, wer Witze über den eigenen Dachschaden macht, soll auch mal drei Punkte holen! Bayern gegen Lachbach sollte, wenn nicht irgendjemand irgendwas in irgendeinen Kaffeebecher kippt, klar sein: Heimsieg.
Nächstes Spiel, und schon wieder Abstiegskampf Bremen gegen die Legionärstruppe aus dem neuen Öko-Vorzeige-Ländle. Passt das noch zusammen mit Bundesligafußball? Nein, es sei denn man ist der SC Freiburg! Von daher sehe ich schwarz für den VfB. Eins der wenigen Spiele ohne Kellerbeteiligung ist Dortmund gegen Hannover. Jetzt mal ehrlich: wollen wir lieber die langweiligen Niedersachsen in der Championsleague verlieren sehen oder dem FCB mit Titelambitionen zugucken. Also, heja BVB, heja BVB…
Aus der Abteilung: „keine Sau interessiert sich für mich“ Mainz gegen Freiburg. Gewinnt  och … ähm, komm hier jetzt sach ich ma….Mainz. Nein doch Freiburg. Oder? Egal…genauso wie die Happy Hoppos gegen den HSV soll doch gewinnen wer will, Hauptsache nicht die blöden SAP Kicker! Viiiiel wichtiger für die kölsche Seele ist da schon der Besuch der Pillen bei der ober Nervensäge FCK. Ja, liebe Pillen, ich weiß es steckt noch Gutes in Euch - mit einem Sieg kommt Ihr auch Eurem ewigen Saisonziel ein Stückchen näher: Vizemeister! Und schon ist Sonntag: Erster Fußballclub Kööööln, eeeerster EEEf Ce Kööööln! Heimspielzeit ist Dreipunktezeit! Kölle Alaaf. Wäre zumindest recht wichtig!

Liebe Freunde des Orakels, Ihr müsst jetzt ganz stark sein. Derweil am Sonntag der Felix dem Artist formerly known as Messias, Herzensangelegenheit, internationale Ambitionen, verschnupfter Daum, Judas usw. den allerwertesten versohlt, werde ich mich direkt aus Müngersdorf auf den Weg machen, um in einer gewagten Expedition die mir unbekannten Berge der Tiroler Alpen und das Sozialverhalten der Menschen dort zu erkunden. Wenn es mir neben meinen mannigfaltigen Aufgaben dort nicht mehr gelingen sollte ein kleines Orakel zu verfassen, schaut auf die kommenden Zeilen, die auf jeden Fall die Quintessenz des Orakels der nächsten Woche wiedergeben:

Und wir schmeißen Stein um Stein, auf die Elf vom Niederrhein, scheiß Klorussia Mönchenlachbach, denn Du bist ein scheiß Verein!

Nein, wir freuen uns natürlich auf ein friedliches Derby mit gegenseitigem Respekt und ohne gemeine Gesänge...bla, bla, bla!

1-fc-koeln-fans-pyro-technik-514

 

 

 

Zwischengang: Bundesliga-Spieltags-Orakel

Ich bin verwirrt. Und auch empört. Drunter und drüber geht es. Wolfsburg, Schalke, Hamburg, München. Sogar teilweise Konfusion bei den Pillen. Nur in Lachbach hat man sich mit dem Ende bereits abgefunden. Sollten sie zumindest. Hehehe. Aber auch mit 32 Punkten ist man in diesem verrücktesten und härtesten und spannendsten und schockierendsten und ja, ich möchte auch sagen schönsten Abstiegskampf aller Zeiten noch lange nicht “schmitz backes”. Wie gesagt, die Bauern aus Ostholland zähle ich nicht dazu, die sind schon lange auf der Strecke geblieben. Das lustige daran ist, sie haben es noch nicht gemerkt. Großer Spaß. Absteiger.

Der untypischste FC aller Zeiten

Aber zurück zur aus FC Sicht völlig surrealen Liga. Trainerentlassung, Trainer wird fast entlassen, Trainer zum Saisonende entlassen, Trainer treten zurück und werden dann entlassen, Vorstände und Manager werden gefeuert. Und wer jetzt denkt, es handelt sich hierbei um einen Zusammenfassung der letzten Monate beim ersten Fußballclub Köln, der wird erschrocken feststellen müssen: Nein, der ist nach Dortmund und Hannover das Paradebeispiel für Kontinuität, Nachhaltigkeit und Erfolgsorientierung. Mit größter Ruhe und Gelassenheit werden hier auf einmal Rückschläge wie die Niederlage in Dortmund hingenommen und in positive Erlebnisse wie ein vier-zu-null-wie-geil-ist-das-denn umgewandelt, so dass der Besuch in Müngersdorf in letzter Zeit eher an den die Teilnahme an einem österlichen Hochamt erinnert als an die Totenmessen der vergangen Jahre - und da hatten wir immerhin Jesus im Tor und den Messias auf der Kanzel. Amen.

Der mögliche Höhepunkt aber könnte in diesem Jahr ein Auswärtsspiel werden. Man stelle sich folgendes Szenario vor, mit dem der FC diese Saison unervergessen machen könnte: Nach Siegen gegen Hamburg (möglich weil der HSV sich im absoluten Chaos befindet) und Nürnberg (die sind völlig überschätzt und außerdem ein Heimspiel) folgt das Derby gegen und in Lachbach. Die haben bis zu diesem Zeitpunkt leider kein Spiel mehr gewinnen können und dümpeln immer noch mit traurigen 23 Punkten auf dem letzten Tabellenplatz herum. Der FC stürmt den Reidther Wellblechpalast, sichert sich mit einem Dreier im Feindesland die Zähler 39, 40 und 41, stürzt die Rübenbauern ins Tal der Tränen, ist selber gerettet und kann sich in Ruhe um die Planung für die kommende Bundesliga-Spielzeit kümmern.

070709favre_bm_berl_321425b
Tschüss....

Brot kann schimmeln, was kannst Du, Sportschaumoderator?

Und nein, wir schielen danach nicht mit einem Auge Richtung Platz 5. So ein Schwachsinn. Da behauptet die hohle Printe von der Sportschau doch einfach mal kackfrech zum Schluss seiner Zusammenfassung aus Müngersdorf am vergangenen Freitag nach dem 4:0 gegen Hannover, dass in Köln schon wieder das Wort “Europaleague” die Runde macht. War wahrscheinlich Hannover Fan. Anders kann ich mir so ein armseliges Versuch ein Klischee zu bedienen nicht erklären. Insbesondere, wenn es auch noch frei erfunden ist. Arsch!
Hab' das übrigens mal durchgerechnet, wenn wir die nächsten drei Spiele wirklich gewinnen, dann könnten es je nachdem nur noch vier Punkte bis Platz 5 sein. Aber sag das nicht dem Penner von der ARD!

Überlastung des Orakels

Jetzt aber noch mal zu Euch, liebe Präsidenten, Vorstände und Manager der Bundesliga, liebe Trainer und natürlich lieber Frank Rost (Du ganz besonders), wollt Ihr mich fertig machen? Wenn ich das ganze Spektakel, was Ihr in den vergangenen Tagen abgeliefert und veranstaltet habt ausreichend kommentieren wollte, müsste mein Tag deutlich mehr als 24 Stunden haben. Und das obwohl ich gerade frei habe! Aber dann kommt Ihr wieder und liefert mir mitten in der Nacht, derweil ich nur mal kurz während des Verfassens dieses Zeilen die Nachrichtenlage aus Fernost und Nordafrika checken will, mit einer Meldung die Pointe, die eigentlich alles auf den Punkt bringt:

“Felix Magath wird Trainer beim VfL Wolfsburg.” Gute Nacht!

Magath-wolfsburg-540x304
ohne Worte

...so lasset uns Orakeln

zum Auftakt gibt’s Abstiegskampf pur: Lauchbach gegen Lautern. Das ist wie einer dieser Unfälle bei denen man nicht hingucken will, es aber trotzdem dauernd muss. Als Kölner kann man das Duell aber relativ gelassen sehen - um mal eine absolute Weisheit rauszuhauen: egal wer gewinnt, einer verliert auf jeden Fall. Es sei denn sie spielen Unentschieden, dann verlieren beide. Puh, der sitzt, oder? Ach ja, Lachbach gewinnt dann aber, leider!
Da mit dem Sieg der Bauern das oben beschriebene Szenario eh nicht mehr aufgeht, kommen wir zum ersten Wundertütenspiel dieses Wochenendes: Kölle zu Gast in Hamburch. Aufgrund der Querelen der letzten Wochen, kann keiner vorhersagen, was der HSV im Stande sein wird zu leisten. Daher wird’s wahrscheinlich ein langweiliges Null-Null. Der Andere Hamburger Club sorgt im nächsten “am-Ende-gewinnt-der-FC-auf-jeden-Fall-Spiel” dafür dass die Frankfurter Eintracht weiter abrutscht und die Bayern rächen sich am SC Freiburg für alle Gemeinheiten dieser Saison. Wird ihnen aber auch nicht mehr wirklich was bringen - Hannover gewinnt nämlich gegen “18 Euro 99 - Fußaballhuuuuure Hoppenheim”. Bei Nürnberg gegen Werder ist man sich auf beiden Seiten einig: Nürnberg bleibt dabei mit keinem spannenden Bereich in der Tabelle so richtig was zu tun haben zu wollen und Bremen will sich emotional auch nicht richtig aus dem Keller lösen - Remis. Dortmund langweilt mit einem Heimsieg gegen Mainz. Das ist eigentlich so langweilig, dass es wenn es dann am Ende soweit ist, keinen mehr interessiert, dass die Biene Majas Meister geworden sind - wahrscheinlich nicht mal sie selber. Ein Wundertütenspiel light ist die Partei Pillen gegen Scheiße 04. Sitzt Ralle Rangnik schon auf der Bank? Oder muss Seppo Eichkorn erstmal noch herhalten, damit der Ex von Hopp nicht mit einer Niederlage in seine zweite Amtszeit startet. Jetzt mal ehrlich kann den Kerl seit er sich in Hoppenheim prostituiert hat eigentlich noch irgendwer leiden?
Der Spieltag endet dann mit einer Super-Kombination aus dem nächsten “am-Ende-gewinnt-der-FC-auf-jeden-Fall” und Wundertütenspiel: Brunos Gruselkicker gegen Felix neue/alte Söldner-Zombies. Meine Prognose: Die Radkappen verabschieden sich ab jetzt jeden Spieltag um ein kleines bisschen aus der Abstiegszone...so ungefähr 3 Punkte pro Wochenende. Schade. Ach ja, armer Litti...

...bis nächste Woche.

Zwischengang: Bundesliga-Spieltags-Orakel

Ja, ja. Kein Orakel letzte Woche. Ich weiß. Ich möchte mich bei allen verzweifelten Lesern entschuldigen, aber neben all den Feldstudien (im Selbstversuch) zur Wechselwirkung von Gerstensaftverzehr und Konsum von volkstümlicher Musik in kölscher Mundart und einer zusätzlichen Studienreise ins Dortmunder Westfalenstadion, fehlte neben der Zeit auch irgendwann einfach die ruhige Hand um ein qualitativ hochwertiges Orakel zu erstellen.

Fcbvb

Impressionen aus Dortmund - Auswärts macht schon Spaß....

Dafür habe ich mich unter großen Gefahren am Mittwoch in die Gelsenkirchener Arena eingeschleust um dort erstaunliches zu erfahren:

Tief im Innenleben der Schalker Fanseele

Angeblich war er schon entlassen, jetzt wird er sogar eingeladen. Der Würstchen Willi von Schalke oder der Hardy Remagen des Ruhrpotts, Clemens der Große von Gelsenkirchen, lädt also zum Männergespräch."Der Felix" hat also den Machtkampf auf Schalke gewonnen. Was sagt das gemeine Gelsenkirchener Volk dazu? Unter größter Geheimhaltung meiner wahren fußballerischen Gesinnung habe ich mich dazu am Mittwochabend unter das Fanvolk in der Turnhalle in Herne West gemischt und ganz genau hingehört. Zugegeben, während des Spiels war es wirklich kaum zu ertragen. Dagegen hört man im Müngersdorfer Stadion auf den Plätzen 6 & 7 von Reihe 25 im Block O8 wirklich objektive Spielanalysen und korrekte Einschätzungen von Schiedsrichter-Entscheidungen. (Jeder der mal in den Genuss kam dort zu Gast zu sein, weiß wo von ich rede...) Aber später dann, nach dem Sieg gegen Valencia und dem Erreichen des Viertelfinales der Championsleague, war es soweit. Der Knappe an sich gab Auskunft über sein Seelenleben. In der vollen Straßenbahn von der Arena zum Bahnhof, wurde “der Felix” für das erreichte in höchstem Maße gelobt. "Wir sind im Pokalfinale. Gegen Düüüsburch, weißte. Und dann auch noch unter den besten acht in ganz Europa. Ja was wollen die ganzen Kritiker aus den Medien denn eigentlich? Die schreiben die Kriese doch hier nur. Gut, in der Bundesliga läuft es gerade nicht so. Aber ey - als wir den UEFA-Pokal gewonnen haben, sind wir in der Liga auch nur Zwölfter gewesen und wer weiß was mit ein wenig Losglück noch alles...” RUMS. Ja genau, is klar, ne. ...Intermailand, das war die Show. Träum weiter, Schlakke. Und ich dachte in Köln liegen Anspruch und Wirklichkeit ein wenig weiter auseinander. Wie gesagt gegen das Schalker Pack (Vorurteil wurde auch bestätigt) ist man hier in Köln so realistisch in der sportlichen Bewertung wie K.T. von und zu Guttenberg bei seiner berühmten Berliner Rede: As a bavarian man, i take pride in the words “isch bin ein Betrüger” - war doch von ihm, oder? Oder war das Loddar?

Loddar

Könnte sich auch eine Karriwere als Trainer vorstellen - Karl Theodor Matthäus

Zapfenstreich

Saubere Überleitung zum nächsten Thema! Was für ein Abgang. Großer Zapfenstreich mit “Smoke in the Water” - Das Lied über die Geschichte in der ein Fan bei einem Zappa Konzert mit einer Leuchtpistole das Casino von Montreux in Flammen setzt. Deep Purble, die gerade zur Aufnahme ihres neuen Albums "Machine Head" in der Stadt weilten, inspirierte dieses Geschehen zu diesem Lied mit dem wohl bekanntesten Riff der Rockgeschichte - oder wie es auch oft genannt wird: Beethovens Fünfte der Rockmusik. Ich muss gestehen, dass ich es eher lustig von Super-Gutti fand, gerade das Lied auszuwählen.

Were at the best place around
But some stupid with a flare gun
Burned the place to the ground
Smoke on the water, fire in the sky

Die Frage ist ja, wer aus Unions-Sicht in dieser Geschichte “some stupid” ist und das CDU/CSU Gebilde in Brand gesetzt hat. Aber das nur am Rande, wir sind ja hier beim Sport-Spott und nicht in einem Politk-Blog. Orakel bleib bei Deinen Leisten. Warum ich das trotzdem hier erwähne, hat drei Gründe:
Zum einen kann ich es nicht leiden, wenn gute Musik für so einen Schwachsinn wie diesen überflüssigen Auftritt vergewaltigt wird. Und Zapfenstreiche waren mir sowieso schon immer suspekt. Zum anderen kann ein wenig Rock ‘n Roll Geschichte nie schaden. Der dritte Punkt ist die Inspiration: Diese Sache mit, “Du darfst zwar nicht weitermachen, aber der Blasmusik DJ hat noch einen Song Deiner Wahl für Dich.” - kann man das nicht auch für Bundsligatrainer einführen? Deswegen hier schon mal ein paar super Vorschläge für Abschiedsblasmusik für Bundesligatrainer:

  • Der Große Zapfenstreich spielt Wolle Petry zum Abschied für Peter Neururer.
  • Die Blasmusik Version von “wir wollen niemals auseinander gehen” ist definitiv eine Herzensangelegenheit für Christoph Daum.
  • Selbstverständlich gibt es die “Tulpen aus Amsterdam” für Luis van Gaal.
  • Die Blaskapelle Gelsenkirchener Knappen übt schon heute für eine möglichst jazzige Version von “Money makes the world go around” für Felix Magath.
  • Bruno Labbadia tut es furchtbar leid, aber als chronisch falsch verstandener Meistertrainer spielen für ihn die Blaskapellen aus Leverkusen, Stuttgart und Hamburg zusammen “don't' let me be misunderstood”.
  • Und selbstverständlich gibt’s noch Ozzys “Dreamer” für Lothar M. - oder war das nicht doch der Song für Guttenberg? 

Fussballer_magath2_570938g

Dirigiert auch Blaskappellen - Felix Magath

Das Orakel

Zum sportlichen: Wenn Rensing auch nur halbwegs so gut drauf ist, wie am vergangenen Freitag in Lüdenscheid und Nova über Karneval nicht dauernd in der Kneipe abgehangen hat, dann sollte einen weiteren Heimsieg nichts mehr im Weg stehen. Und dann singen wir wieder: “Keiner wird es wagen, keiner wird es wagen, UNS, den FC Köln zu schlagen....” Rekord für Schäfer, wer war noch mal dieser Daum?
Was die Bayern angeht, bleibe ich bei meiner Linie treu, irgendwann müssen sie ja mal anfangen zu gewinnen. Schalke schießt Frankfurt endgültig in den Abstiegskampf und Wolfsburg bereit sich aus dem Selbigen mit einem Dreier gegen Nürnberg. Ich befürchte auch Hoppenheim wird nichts dran ändern können, dass die Dortmunder Meisterschaft schon am 30ten Spieltag gefeiert werden kann, Sieg für den BVB.
Lautern schlägt Freiburg und Bremen stoppt Lachbach bei ihrem lächerlichen Versuch noch mal die letzten Kräfte zu mobilisieren. Beides nicht so toll für den FC, aber wir gewinnen ja. Und Lachbach muss endlich einsehen, dass man zwar rankommen kann, aber um auch vorbeizuziehen, weiter gewinnen muss - nur so gut sind die Bauern eben nicht. Düp, Düp Düp....!
Am Sonntag kommt es zum Möchtegern-Duell zwischen “ich möchte so gerne eine echte Karnevalshochburg sein” - Mainz und den “ich möchte so gerne überhaupt mal wahrgenommen werden” - Pillen. Gruselig. Auswärtssieg für die Pillen. Das letzte Spiel an diesem Wochenende ist aus FC-Sicht auch das einfachste, denn egal wie St. Pauli gegen Stuttgart spielt, es kommt dem FC zu Gute. Ich befürchte nur, dass es unsere Freunde vom Millertor trifft. 

Zwischengang: Bundesliga-Spieltags-Orakel

Geschichten vom Abstiegsgespenst

Die halbe Liga zittert. Es geht um. Der Schrecken der abgestürzten Topclubs, der ungeliebte, aber bestens bekannte Sparringspartner der vergangen Jahre, für die zuletzt Geretteten und der alte Erzfeind der Aufsteiger und Fahrstuhlmannschaften: Das Abstiegsgespenst! Noch elf Spieltage. Noch 33 Punkte zu vergeben. Und keiner kann absehen, wen es am Ende erwischt. Keiner? Fast. Denn einer traut es sich:

Das Spieltagsorakel hat die Glaskugel heute aufs Feinste poliert und guckt weit in die Zukunft. Club für Club wird sachlichst analysiert, welche Mannschaften auf der Orakel-Abstiegsgespenst-Skala wie viele Punkte erhalten. Von 1 für “nur weil du Dich nicht traust, offen von internationalem Geschäft zu reden, musst Du nicht behaupten, dass es für Dich nur gegen den Abstieg geht, Dutt!” über 9 für “mit einem Bein in Paderborn” bis 10 oder besser “Tschüss” für Lachbach. Also, untere Tabellenhälfte, nimm Dich in Acht vor dem gnadenlosen Urteil des Orakels:

  • Schalke:
    Ist eigentlich nur punktetechnisch noch zur Gruppe der Abstiegskandidaten zu zählen und realistisch wohl doch eher langweiliges Mittelfeld, aber eben noch nicht final aus dem Schneider. Sollten sich Auftritte wie der gegen Lachbach wiederholen, dürfte man in Gelsenkirchen auch nicht mehr nur durch ein paar peinliche Facebook-Auftritte die Wogen glätten, bzw. von der Leistung der Mannschaft ablenken können. Dennoch Entwarnung, Rumpelfußball und Platz 10.
    Der Orakel-Abstiegsgespenst-Faktor: 3
  • St. Pauli:
    Genau wie der FC mit elf Punkten aus sechs Rückrundenpartien bestens in den Rückrundenkampf um die Plätze in der Eliteliga gestartet. Pauli punktet permanent - leider auch gegen die Konkurrenz aus Köln. Einsatz und Zweikampfverhalten stimmen. Wenn die Kiez-Kicker das so konstant weiterspielen, sollten sie den Klassenerhalt schaffen. Aber wahrscheinlich ist Abstiegskampf bis kurz vor Schluss. Sollte es nicht zu Lasten des FC gehen, so würde ich mich auch sehr über den Ligaverbleib freuen.
    Der Orakel-Abstiegsgespenst-Faktor: 7
  • Frankfurt:
    Je später die die Saison, desto illustrer die Gäste. Mit europäischen Ambitionen in die Rückrunde gestartet, ist Frankfurt die Mannschaft aus dem Kreis der Überraschungsteams der Hinrunde, die es durch einen katastrophalen Rückrundenstart geschafft hat, sich in den Abstiegskampf hineinzuspielen. Respekt, Herr Skibbe. Sollte es noch für den Abstieg reichen, wäre das mit Sicherheit rekordverdächtig, wenn auch unwahrscheinlich. Aber im Fußball ist ja bekanntlich alles möglich...
    Der Orakel-Abstiegsgespenst-Faktor: 5
  • Köln:
    Nie mehr zweite Liga, nie meeehr, nie mehehehr, nie mehr... - Formkurve steigt. Konstanz ist auch zu erkennen. Das Glück kommt auch langsam wieder. Wenn die Verletzungsmisere der letzten Wochen aufhört und die Anzahl der Karten reduziert wird, dann sollte der FC sich langsam aber sicher vom 16. Platz distanzieren. Soweit die Sicht auf die Dinge durch die rot-weiße Brille!
    Der Orakel-Abstiegsgespenst-Faktor: 7 oder komm, mach' mal 2 ...oder so!
  • Bremen:
    Zwar sagt Allofs mit einer erstaunlichen Beharrlichkeit, dass Bremen die Klasse erhalten werde, dass es den Anschein macht, als hätte man sich noch nicht auf den Abstiegskampf eingestellt (wozu das Fürth, s. Stuttgart), im Gegensatz zu den, das Abstiegsgespenst ignorierenden, Schwaben, ist bei Bremen wenigstens richtig Dampf im Kessel. Da brüllt der sonst so gelassene Herr Schaaf auch schon mal auf dem Trainingsplatz rum - wenns hilft. Besserung in Sicht und vor allem spielerisch wohl mit das beste Potential im Tabellenkeller.
    Der Orakel-Abstiegsgespenst-Faktor: 6
  • Wolfsburg:
    “Der kleine Litti will aus dem Small-Land abgeholt werden.”  - “Litti, hör auf die anderen Kinder mit Bällen zu bewerfen!” - “Für Dich immer noch Herr Litti, Du bist suspendiert!” - irgendwie so stelle ich mir das Training in Wolfsburg vor. Ein Disziplinloser Sauhaufen und ein Trainer, der soviel Autorität wie Guttenberg noch Glaubwürdigkeit hat - sieht nicht gut aus für die Radkappengesichter. Selten zuvor hat man mit solcher Genugtuung den Satz “Geld schießt keine Tore" verwendet. Ob die geschossenen Tore von Helmes und Co am Ende des Tages reichen werden, ist schwer zu sagen. Immerhin ist der ja ne Kölsche Jung und könnte dieses Wochenende die Gladbacher ärgern, was dem FC aber nicht wirklich helfen würde. Es sei denn er schießt danach in jedem Spiel extra daneben. Bei einem Abstieg wäre er ja wahrscheinlich dann ablösefrei und könnte zurück...hmmmm. Hat Wolle Overath seinen Liebling da etwa.... nein! Oder doch?
    Der Orakel-Abstiegsgespenst-Faktor: 8
  • K’lautern:
    In der Hinrunde deutlich über Niveau. Das die Lauterer aber dachten, sie wären wirklich so stark, könnte ihnen jetzt das Genick brechen. Dazu ist der beste Torschütze Srdjan Lakic höchstwahrscheinlich eine stark gespaltene Persönlichkeit und kickt nur noch mit halber Motivation, da er zur Hälfte schon bei seinem neuen Arbeitgeber (Radkappen, s. oben) ist. Das Problem ist, wenn er mit Lautern die Klasse hält, könnte das dazu führen, dass er Wolfsburg - und damit sich selber - in die Zweitklassigkeit ballert. Was sagt es, mein Schatz? Gollum, gollum...!
    Der Orakel-Abstiegsgespenst-Faktor: 8
  • Stuttgart:
    Der Labbadia-Effekt tritt nicht ein! Was schlecht ist, weil der nämlich eigentlich bedeutet, dass man direkt Spiele gewinnt, um dann wieder zu verlieren. Jetzt verliert Stuttgart aber trotz Labbadia einfach weiter... Das andere Problem ist, die Bereitschaft sich auf den Abstiegskampf einzulassen: “Die Bundesliga ohne den VfB - unvorstellbar.” - “Der VfB steigt nicht ab.” - “Der VfB muss einfach in der Liga bleiben.” Kommt mir alles sehr bekannt vor: 1998, Köln: Die gleichen Parolen, Abstieg unvorstellbar, aber am Ende bittere Realität. Nichts ist gefährlicher im Abstiegskampf, als dieser Realität nicht ins Auge zu blicken. Das Abstigsgespenst darf man nicht ignorieren, sonst kommt es und packt einen ganz, ganz sicher! (Querverweis zu Bremen)
    Der Orakel-Abstiegsgespenst-Faktor: 9
  • M’Gladbach
    “Wir singen Lachbach, Lachbach zweiiiite Liiiga, oh ist das schööön Euch nicht mehr zu sehen, wir singen Lachbach, Lachbach zweiiiite Liiiga, oh ist das schööön Euch nicht mehr zu sehen...!” - “Zweite Liga, Lachbach ist dabei, zweite Liga, Lachbach ist dabei...!” - “Absteiger, Absteiger, Absteiger...!”
    Der Orakel-Abstiegsgespenst-Faktor: Tschüss!

Absteiger110622_huge
Huibuuuuuhuhuhuuuuu!


Der Spieltag (ja, heute alle in einem Block - verrückt, ne!?)

Im Kellerduell der Woche wird die ostholländische Schweiz wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. Der vom FC eingeschleuste Spion "IM Pat" ballert sich den Pillenfrust von der Seele und schickt die blöden Bauern zurück ins Tal der roten Laternen-Tränen.
Zum fröhlichen Fanfreundschaftsfest im Niemandsland der Tabelle treffen sich die Knappen und die Franken in der Turnhalle in Herne West. Nürnberg ist gerettet, da kann man den Freunden ja gerne die Punkte als Gastgeschenk dalassen. Und Magath war ja schließlich auch mal mehr oder weniger erfolgreich beim Club tätig - gute Freunde kann niemand trennen, das wusste schon der junge Kaiser Franz.
Hoppenheim und Mainz spielen wohl irgendwie so was wie ein Süd-West-Derby, zumindest für die oberdämlichen Sportschaumoderatoren. Leider interessiert das eigentlich keinen, bis auf ne Hand voll langweilige möchtegern-Karnevalisten und den Bauer Heinz aus Sinsheim-Rohrbach! Wie dem auch sei, Sieg für die Häppy-Hoppos.
Die Rumpf-Elf vom Geißbockheim dagegen wird es schwer haben. Das brasilianische Bollwerk Geromel ist nicht dabei um den Breisgau-Bomber Cisse aufzuhalten. Ob eine komplett neuformierte Abwehr mit Pezzoni in der Innenverteidigung diesen Job übernehmen kann, bleib fraglich. Daher werden wohl mindestens zwei, eher drei Punkte für den FC verloren gehen.
Siege dagegen gibt es für die Clubs aus Hamburg, der HSV punktet dreifach auf dem Betzenberg und St. Pauli hilft den Bayern mit einem Sieg gegen Hannover. Die Bayer dagegen werden den Borussia-Bubis mal die Grenzen aufzeigen, was aber nach wie vor nix daran ändert: Meister wird nur der BVB!
Sonntag entledigt sich die Eintracht beim VfB ein wenig der Abstiegsangst und die Pillen machen bitte endlich mal was ordentliches aus ihrer ansonsten nutzlosen Existenz und schießen Werder weiter in Richtung Abstiegsplatz. Schönes Wochenende.

Zwischengang: Bundesliga-Spieltags-Orakel

 Man sollte es kaum glauben, an der Spitze der ägyptischen Protestbewegung auf dem Tahrir-Platz standen unter anderem Fans des Kairoer Fußballclubs al-Ahly. Genauer gesagt die Ultras. Anscheinend habe die Jungs dort eine entscheidende Rolle gespielt bei der Verteidigung des Platzes gegen Polizei und Geheimdienst. So berichtet die TAZ unter der Woche, wie die Anhänger des Clubs ihre im Fußball erworbenen Kompentenzen für die Sache des sich erhebenden Volkes einbrachten. Das ein wenig Übung im Steinewerfen und Autos anzünden nicht schlecht sein kann, wenn man sich mit der Staatsmacht anlegt, versteht sich von selbst. Aber besonders das organisatorische Geschick der hauptberuflichen “Anfeuerer” half bei Aufgaben wie z.B. dem Verteilen von Wurfprojektilen. Der US-Journalist James Dorsay fast die Bedeutung der Gruppierung bei den Protesten in Kairo in einer bemerkenswerten Schlussfolgerung zusanmmen: "Dass organisierte Fußballfans bei den Antiregierungsprotesten in Ägypten dabei sind, ist der schlimmste Albtraum jeder arabischen Regierung." Um mich nicht irgendwann auf einem Vorläufigen Zenit meiner Karriere (als Was auch immer) mit Plagiatsvorwürfen konfrontiert zu sehen, hier der Link zum besagten TAZ Artikel.
Ob dieses Modell allerdings übertragbar ist auf die abendländischen Ultragruppierungen, bleibt sehr fragwürdig. Man stelle sich sich das “Commando Cannstatt” vor, wie es bei Anti-S21 Demos angeführt von Chem Özdemir die schicken Karossen von Mappus und Kefer in Brand setzt. Gar nicht auszudenken, was man bei Castortransporten erreichen könnte, würde man eine “Ultras aller Ligen, vereinigt Euch” - Initiative gründen. Hoffen wir, dass die bundesdeutschen Parteistrategen das Potential der Ultras nicht entdecken. Oder wollen wir die Wilde Horde sehen, wie sie bei Protesten gegen Köln21 (Nord-Süd-Bahn) wirklich eine Linie 18 bis nach Istanbul fordert, weil der FC nach zwei Siegen in Folge ja eindeutig wieder auf Kurs Richtung Europapokal liegt? Köln mal wieder die Lachnummer der Nation. Was wir im übrigen oft zu Unrecht sind.

Ultras1
Pyrotechnik! Verbrechen?

Lachbacher Gelächter und Schweizer Käse

Wenn wir als Kölner in diese Richtung scherzen, ist das ja durchaus selbstironisch und lustig. Muss es aber sein, dass der Kollege Claus Lufen als Moderator der Sportschau nach dem Spielbericht über des Sieg gegen die möchtegern-Karnevallisten aus Mainz kackfrech in die Kamera rumsinniert, dass man in Kölle ja jetzt bestimmt wieder vom Europapokal redet. Nein, Herr Lufen, das macht hier ernsthaft keine Sau. Aber bitte tun Sie uns doch den Gefallen und erzählen dem Rest der Republik nicht, dass es so wäre. So entstehen diese falschen Klischees. Wir können ja auch nix dafür, dass Sie so frustiert sind, als Galdbachfan in Köln arbeiten zu müssen und sich jeden Tag die Gute Laune der Kollegen anhören zu müssen, während Ihr Club Woche für Woche dem sicheren Abstieg einen guten Schritt näher kommt. Machen Sie sich doch lieber, wie wir auch, über Ihren eigenen Club lustig, denn der bietet diesbezüglich ja wohl gerade genügend Anlass. Das nimmt Ihnen dann auch keiner Übel.
An dieser Stelle Glückwunsch nach Lachbach: Schweizer Trainer sind Garanten im Abstiegskampf, wir haben da so unsere Erfahrungen hier in Köln. Mit den Übungsleitern Koller und Latour hat der FC es bravourös geschafft die Klasse nicht zu halten.

Derehemaligefc-coachhanspeterlatouristbeidengrashopperszc3bc28459951133129
Was macht eigentlich ...?

Serien

Müssen her. Unsere muss jetzt Auswärts weiter ausgebaut werden, bzw. müssen wir nach der grandiosen Heimsiegserie jetzt auch eine Auswärtsserie starten. Zumindest nicht verlieren wäre ja auch schon mal was. Dann kann der Herr Lufen in der Sportschau irgendwas von wegen “seit drei Spielen ungeschlagen” sagen und endlich mal Kompetenz an den Tag legen. Oder zumindest keinen Scheiß erzählen.
Noch eine Serie, die ausgebaut werden muss ist die der Rübli-Bauern aus Ostholland, oder ist das jetzt die Nordschweiz? Egal keine Punkte sind schon fast einer zu viel für die disziplinlosen Rüpel. So wird es auf keinen Fall was mit dem Klassenerhalt im von Frank Schäfer ausgerufenen “härtesten Abstiegskampf aller Zeiten”. Wie schön, das wir die Gelegenheit haben da mitmachen zu können. Besser zumindest, als die Langweile an der Tabellenspitze ertragen zu müssen, nicht wahr, liebe Freunde vom Autobahnkreuz? Aber keine Angst, am Wochenende dürft Ihr ja auch ein wenig am Tabellenende mitmischen. Ich hätte da auch eine Bitte: Einmal Stuttgart abschießen bitte. Danke!

35273314-p-590_450
So muss das aussehen!

Der Rest

Die Frankfurt zu Gast Franken. Was phonetisch na bei einander liegt, könnte von den Vorraussetzungen nicht unterschiedlicher sein. Nürnberg ist - mit nur zwei Toren Vorsprung vor dem FC - die drittbeste Rückrunden-Mannschaft und hat sich wohl mit gut neun Punkten Vorsprung auf Platz 16 komplett aus dem Abstiegskampf verabschiedet. Frankfurt kriselt als Schlusslicht in diesem Tableau fleißigst vor sich hin. Das sollte eine klare Angelegenheit für die Jungs von Dieter Hecking werden.
Nachdem ich ja am letzten Wochenende schon das Ende der Dortmunder Unschlagbarkeit fast korrekt prognostiziert habe, muss ich dieses Wochenende dringend um einen Sieg bitten, was ja wohl im heimischen Westfalenstadion gegen St. Pauli kein Problem darstellen wird. Und da der SC Freiburg ja sicher seinem ehemaligen Überchef Finke einen Gefallen tun will, haut er bei seinem Heimspiel auch die Wolfsburger ein Stück weiter Richtung Tabellenende. Das wiederum setzt den gemeinen Hannoveraner soweit unter Druck, dass die die Lauterer plattmachen und alle sind glücklich.
Am Samstagabend rächt sich dann der FCB noch an den Mainzern, für die Böse Schlappe aus der Hinrunde. Sonntag spielt dann ja nur noch die Achse des Bösen - darüber ist alles gesagt.