es plästert.
Weil es gerade plästert, mit Tendenz zum Gallern und ich durch das Gemöllere auch noch mit einem gelben Damenrad radeln musste, und überhaupt das wetter für Juli und meine unfreiwillig vorhande Freizeit viel zu trist ist, wat zu lachen:
Weil es gerade plästert, mit Tendenz zum Gallern und ich durch das Gemöllere auch noch mit einem gelben Damenrad radeln musste, und überhaupt das wetter für Juli und meine unfreiwillig vorhande Freizeit viel zu trist ist, wat zu lachen:
Endlich. Ich habe es rausgefunden, warum die DuMont Presse so eifrig damit beschäftigt war den guten Herrn Finke zu mobben. Aus der Versenkung tauchte der vor einigen Monaten aus dem Verlagshaus mit Pauken und Trompeten verjagte Konstantin Neven DuMont auf und fährt schweres Geschütz auf:
"Bild.de zitiert ihn mit den Worten, er werde vom Verlag schickaniert. Er beschwere sich über monatelanges strafrechtlich relevantes Mobbing. Ende des vergangenen Jahres war der Erbe aus dem Verlagsvorstand ausgeschieden und will seitdem seine Anteile am Verlag loswerden. Sein Vater weigert sich aber, sie zu übernehmen." So schreibt der empfehlenswerte Köln Blog elfnachelf.
Klar. Da fehlte nach seinem Ausscheiden ja auf einmal das Mobbingopfer und zack: Jut, dann maache mer eben dä FC ens flöck kapott. Der Plan: einfach behaupten, der Schäfer würde vom Finke gemobbt und dadurch den Finke mobben. Ein Problem gab’s dann nur. Der Kollege Finke lässt sich einfach nicht mobben und macht mal eben den Klassenerhalt klar. So ein Mist. Was machen die DuMonts jetzt? Das ist die zweite Meldung aus der Kölner Presselandschaft:
„Zeitungsredakteure im Warnstreik. Gestern traten rund 130 Redakteure, Pauschalisten und freie Journalisten unter anderem von Kölner Stadt-Anzeiger, Kölnischer Rundschau und Express in einen 18-stündigen Warnstreik, über den koeln.de berichtet.“
Tja, der Kölner Journalist setzt sein recht auf Mobbing eben mit allen mitteln durch.... Ausgang offen. Zu hoffen bleibt, dass daraus ein Dauerstreik wird. Arbeitsniederlegung bei den Kölner Sportredaktionen ist wohl langfristig die einzige Chance des ersten Fußball Clubs Köln auf eine bessere Zukunft.
Was gab es noch in dieser Woche. In Köln wenig. Vielleicht, dass die Jungs ganz in Weiß in die neue Saison starten. Poldi hat sich schon einen Stadtführer für Kopenhagen gekauft, in der Hoffnung, dass dort auch ein paar brauchbare Norwegische Vokabeln drinstehen. Frei nach dem Motto „Mailand oder Madrid, Hauptsache Italien!“.
Für Unterhaltung sorgte da eher Christoph Daum. Was gibt es dazu noch zu sagen. Der Hessische Rundfunk ist ja soooo gemein. Und der Chrissi hat den noch in seinen Garten eingeladen. Trotzdem berichtet der nicht das was der Christoph gerne hätte. Gut, der Christoph ist eh sehr missverstanden. Immer. Da waren die Leute doch wirklich böse, weil er aus Köln weggegangen ist. Und dann haben die noch mehr gespottet, als der Christoph zu Frankfurt gegangen ist. Dabei ist die Eintracht doch sportlich wesentlich weiter vor dem FC. Hat internationale Ambitionen! Also kann man das nicht vergleichen. Deswegen geht der Christoph auch mit der Eintracht in die zweite Liga. Da ist es dann aus Aachen nicht mehr soweit nach Belgien und von Cottbus ist man ja auch schnell in Polen. Im Trainingslager kann man ja auch gegen Internationale Gegner spielen. Lieber Christoph, ist das mit den Drogen wirklich vorbei. Ansonsten hoffe ich, dass Deine Gedanken in Deinem Kopf wenigstens Sinn machen, denn sobald sie artikuliert sind, versteht sie keiner mehr....
Kommen wir - ein letztes mal - zum Sportlichen
Ich gebe es ungern zu. Aber nach dem Motto „jeder kriegt das was er verdient“, muss ich ich schweren Herzens die folgende Aussage treffen: Lieber spiele ich nächstes Jahr gegen die scheiß Borussia aus Mönchengladbach als gegen Daum oder die Radkappengesichter aus Wolfsburg. Deswegen, liebe Dortmunder: Macht Sie nieder, schießt sie aus der Liga. Mein Tipp: 5:0 für den BVB, schöne Feier, haut rein. Und um Euch den Spaß (mal wieder) zu versüßen, hauen wir die blöden Schalker mit 3:0 weg. La chba ch gewinnt in Hamburg, Anerkennung für diesen von mir nie im Leben erwarteten Endspurt. Respekt. Der einzige Unsicherheitsfaktor ist die Söldnertruppe aus Hoppenheim. Aber ich bin zuversichtlich. Magath raus!
Ein wenig Pech haben die Bayern. Wenn die Pillen eins können dann zweiter werden. Mit einem Pünktchen werden Sie das auch tun, womit der Bayern Sieg nutzlos ist. Die restlichen Spiele gehen ganz klar 5:5 aus.
Har, har - Ihr Landratten. Da war ich ja gerade ein wenig mit meinen neuen, und auch sehr netten (schließlich lesen die das hier ja vielleicht auch) Kolleginnen und Kollegen auf 'nem stolzen Plattbodenschiffchen unterwegs. Der Kahn hatte zwei großen Masten und bestimmt auch viele Segel - die wir leider nicht ausprobieren konnten, weil der Wettermann uns statt Wind nur Sommer, Sonnenschein und blausten Himmel geschenkt hat, was zugegebener Weise nicht das schlechteste war. Ich also fein zwei Tage unterwegs und habe als Neu-revo.Pirat mit den anderen die Wattmeere vor der Holländischen Küste unsicher gemacht. Prompt schickt mein Brüderchen mir heute Passenderweise einen bomben Piraten-Gag, der den übermüdeten Montags-Berti bestens zu unterhalten wusste. Daher konnte ich nicht lange warten und musste das gute Stück schnell hier reinpacken und in die Welt hinaus schicken. (für ne Statusmeldung war’s leider zu lang! ;-) …viel Spaß.
A pirate walked into a bar, and the bartender said,
"Hey, I haven't seen you in a while. What happened? You look terrible.""What do you mean?" said the pirate, "I feel fine.""What about the wooden leg? You didn't have that before.""Well," said the pirate, "We were in a battle, and I got hit with aThe bartender replied, "Well, OK, but what about that hook? What
happened to your hand?"
Nie deutscher Meister, ihr werdet nie deutscher Meister, niiiiie deutscher Meiiiister, ihr werdet niiie deutscher Meister. Ein dankbarer Spieltag, dieser 32te einer überaus seltsamen Saison. Dortmund dankt uns. Wir danken uns selber. Wir danken Nova. Wir danken Michael “da guckste doof Ballack” Rensing und vor allem Micha “oh, der Rensing, jetzt guck ich aber doof” Ballack.
Das größte Leid im Fußball? Mitleid! Die schönste Freude? Schadenfreude! Jetzt noch ein Punkt gegen Daum. Liebe Frankfurter, versteht mich nicht falsch. Ihr seid mir grundsätzlich egal, nur habt Ihr eben den Judas in Messias-Gestalt als Trainer verpflichtet und Euch somit die schlechtesten Wünsche aller FC Fans zugezogen. Deswegen müsst Ihr jetzt eben absteigen. Sorry. Ach ja, vielleicht auch noch, weil wenn nicht Ihr, dann könnte es uns treffen und das will ja auch keiner - außer Euch. Aber das interessiert ja wiederum keinen von uns, Ihr seid uns ja grundsätzlich egal - s.o. Ihr versteht!?Ich habs immer gesagt...
Aber Verzeihung, wo sind nur meine Manieren geblieben: Ehre wem Ehre gebührt: Lieber Ballspielverein Borussia 09 e. V. Dortmund, das Bundesliga-Spieltags-Orakel der Saison 2010/2011 hat es schon zu einem Zeitpunkt der Saison orakelt, als alle so genannten Experten (mit Ausnahme des 11-Freunde Kollegen Köster) Euch auch schon längst als größten Meisterschaftsfavorit ausgemacht haben: Deutscher Meister wird nur der BVB. Dazu möchte ich Euch von Herzen und mit aller gelangweilten Monotonie gratulieren, mit der Ihr diese Saison dominiert habt. Nicht mal der große FC Bayern hat es in all den Jahren geschafft so wenig Spannung an der Tabellenspitze zuzulassen. Herzlichen Glückwunsch. Die Frage nach dem Stellenwert einer Meisterschaft, die gegen einen Mannschaft geholt wurde die von Natur aus nur Zweiter werden will, sollen aber andere beantworten. Freuen sich über ein großes Bier, die Herren Barrios, Weidenfeller & CoUm was geht's jetzt noch?
Meisterschaft entschieden, die Bayern lassen sich von den Hannoveranern auch nicht mehr länger ärgern. Die werden mit Mainz und Schalke in die Europa League (immer noch ein stranges Wortkonstrukt) einziehen. Sorry Duisburg. Bleibt noch der Abstiegskampf der noch ein wenig Orakeltum zulässt. Was brauchen wir also um glücklich zu werden. Ganz einfach: einen starken VfL Bochum in der Relegation, der wahlweise Daum oder die Bauern aus Ostholland in die zweite Liga schießt. Denn das ist, so der Fußballgott will, die einzige Frage, die sich noch stellt: Wer kommt in die Relegation - Frankfurt oder Lachbach.
Zur Sache
Schalke gegen Mainz. Und kaum schreibe ich “Schalke” schießt Manus Anderson das 3:1 in Old Trafford. Wer mag es den Gelsenkirchenern verübeln, in Anbetracht der respektablen Leistung in der Championsleague und im Hinblick auf das Pokalfinale gegen Duisburg, wenn sie es nicht mehr schaffen gegen die Mainzer richtig dagegen zu halten. Zack, 4:1 Anderson...
Der frischgebackene Meister aus Dochtmund wird je nach Rest-Promille entweder eine Klatsche kassieren in Bremen oder ein Tor-Festival veranstalten. Hoffen wir einfach, dass die Partie unterhaltsam wird, ernsthaft tippen kann man sie auf jeden Fall nicht. Deswegen sei an dieser Stelle ein klares 7:5 für Dortmund orakelt, alles andere wäre unseriös. Leverkusen gegen den HSV interessiert eigentlich genauso wenig, wie die Niemandsland-Partien Wolfsburg gegen Lautern oder Nürnberg gegen Hoppenheim. Allen Fällen ist mit lauem Sommerfußball und höchstwahrscheinlich Heimsiegen zu rechnen, die Mannschaften wollen sich ja schließlich ordentlich von Ihrem Heimpublikum in die Sommerpause verabschieden. Wobei die Motivation diesbezüglich, bei solch charakterlich einwandfreien Kickern, wie z.B. Diego einer ist durchaus in Frage gestellt werden kann.
Was den Abstiegskampf angeht blickt die Republik am Samstag nach Frankfurt und Ostholland. Das unglaubliche bei den Partien wird dabei nicht der Heimsieg der Lachbacher sein. Die weinen zwei Wochen später eh, wenn sie gegen Bochum abgestiegen sind. Nein, es wird einen Auswärtssieg des ersten Fußballclubs aus Köln geben. Warum? Glaube! (s. letztes Orakel). Bleibt noch der Kampf um die Championsleague zwischen dem FC Bayern und Hannover. Keine Entscheidung am 32ten Spieltag, denn Hannover verliert, aber der FC St. Pauli macht uns noch ein Abschiedsgeschenk und beschert uns mit einem Heimsieg gegen die Bayern einen spannenden Kampf um den dritten Platz bis zum letzten Speitag. Schönes Wochenende.
P.S. Lieber Karl-Heinz Wagner, mit Verlaub, Sie sind ein Arschloch!
Er ist unser Mann beim Riehler-Dorfanzeiger für die ganz schmutzigen Angelegenheiten. Dabei steht er für klare Berichterstattung statt billiger Meinungsmache: Karl-Heinz Plagner, seriöser Journalist. Er hat geschafft, was bisher keinem gelang: Nachdem es drei Wochen untergetaucht war und die Leser sich ernsthaft sorgten, was aus ihm geworden ist, trifft Plagner sich weltexklusiv mit dem Bundesliga-Spieltags-Orakel zu einem überraschend offenen Interview.
Herr Orakel, drei Spieltage nicht orakelt. Was war los?
Wissen Sie, auch ein Orakel lebt nicht vom orakeln allein. Manchmal muss auch ich meine kostbare Zeit in andere Projekte investieren. So ein Spieltags-Orakel ist ja nicht mal eben so zwischen Tür und Angel dahin prophezeit. Das ist das Ergebnis einer komplizierten und aufwändigen Ermittlung der Tipps für den kommenden Spieltag und scharfer Beobachtung der Ereignisse rund um die Vereine. Sie wissen ja die besten Geschichten schreibt das Leben – in der Bundesliga findet das ja bekanntlich auch von Montag bis Freitag statt.
Was meinen Sie da im Speziellen?
Naja, in den letzten beiden Wochen war ja nicht viel los. Aber grundsätzlich sind personelle Veränderungen auf Trainer oder Manager-Ebene immer ein gefundenes Fressen für uns Orakler. Auch lustige Interviews, groteske Entwicklungen im Umfeld oder öffentliche Hetzkampagnen können Stoff für gute Orakeltexte sein.
Haben Sie da ein aktuelles Beispiel?
Nein. Momentan ist es in der Liga ja relativ ruhig. Ich wüsste, hätte ich die Zeit, auch gerade gar nicht worüber ich schreiben soll. Dortmund ist wohl Meister, in der Championsleague setzen sich die Favoriten durch. Da ist wenig zu holen. Hochachtung vor den seriösen Journalisten, wie Sie einer sind. Ich meine Sie müssen jeden Tag was schreiben. Ich glaube ich könnte der Versuchung nicht lange wiederstehen und würde wahrscheinlich irgendwelche Hintergrundinformationen lancieren um eine unglaubliche Story aufzubauen. Ich meine bedenken Sie, was eine Zeitung für eine Macht bezüglich der öffentlichen Meinung hat. Da könnte man sich leicht aus niederen Beweggründen dazu hinreißen lassen, diese Macht auszunutzen, um sagen wir mal eine ganze Vereinsführung in Misskredit zu bringen. Wirklich erschreckend, diese Vorstellung. Aber so etwas traue ich nun wirklich keinem Journalisten mit ein wenig Berufsethik zu. Erst recht nicht im Rheinland.
Dann zurück zu Ihrer Schaffenspause, können Sie sich vorstellen, dass einige Leser, ja ich möchte auch von Fans Ihres Orakles reden, enttäuscht waren?
Wissen Sie, als Anhänger des 1. FC Köln, kenne ich mich mit Enttäuschungen aus. Drei Wochen mal kein Geblubber von mir, das muss einen nun wirklich nicht enttäuschen. Das Orakel ist ein wenig wie eine Auswärtsfahrt zum VfL Bochum, auch wenn es die mal eine Zeit lang nicht gibt, sie kommt immer wieder und macht dann direkt wieder Spaß. Enttäuschung ist also an dieser Stelle wirklich zu viel des Guten. Aber wem erzähle ich das, man munkelt Sie seien ein Fan von Bayer 04 Vizekusen?!
Na das tut aber jetzt wirklich nichts zur Sache, liebes Orakel. Wir sind völlig glücklich mit unserem Platz Zwei. Die Meistersch…
Sicher, Herr Plagner. Aber Moment mal….sind das Tränen? Ich bitte Sie, nun reißen Sie sich aber mal zusammen. Ihre nächste Frage bitte.
Ähhm, ja. Liebes Orakel. Sie sagten eben, dass die Ermittlung der Tipps für den kommenden Spieltag Ergebnis einer komplizierten und aufwändigen Untersuchung seien. Weihen Sie uns in das Geheimnis ein?
Vielleicht kann ich ihnen den Ansatz kurz erläutern um die Komplexität zu verdeutlichen: Ich spiele den kompletten Spieltag vor. Als großer Konsolensportler habe ich die Möglichkeit auf die neuste Fußball-Simulationstechnik zurückzugreifen. Somit bin ich in der Lage jede Partie einmal zu spielen. Da ich aber aufgrund meiner stark trainierten Fähigkeiten mittlerweile eine solche Qualität an den Tag lege, muss ich die Partie immer zweimal Spielen, mit jeder Mannschaft einmal und die Tor-Differenz der für die jeweiligen Mannschaften erzielten Tore ergibt dann die Grund-Tendenz mit der ich das Spiel tippe. Dazu fließen dann noch weiche Faktoren die sich unter der Woche ereignen ein, wie Medieneinfluss, internationale Begegnungen oder andere Entwicklungen abseits des Platzes. Die Formkurve der letzten Wochen spielt natürlich auch eine Rolle bei dieser Analyse.
Das ist ja sehr aufwändig. Respekt vor dieser Akribie. Wie lange dauert es dann am Ende von der Idee bis wir ein Orakel lesen können?
Also wirklich Herr Plagner, Sie glauben einem aber auch jeden Scheiß. Normalerweise setzte ich mich hin, lese ein wenig die Fußballpresse der letzten Woche, habe eine Idee und dann schreibe ich den Kram runter, lese ihn noch mal, Bildchen dabei und fertig ist das Ding. In der Regel und je nach Futter aus Grüngürtel und Amsterdamer Straße zwei bis vier Stunden, aber auch diese Zeit muss man eben haben.
Ha, da haben Sie mich jetzt aber erwischt. Was sind die größten Schwierigkeiten beim Schreiben?
Mein Glaube steht mir häufiger mal im Weg…
Moment, reden Sie jetzt von Religion, Kirche, Bibel - kreisen wir hier etwa um das Thema Theologie?
Nein, Herr Plager. Ich rede davon, dass ich an das Gute im 1. FC Köln glaube. Und auch damit meine ich jetzt keine Luke „es steckt noch Gutes in ihm“ Skywalker Sache, sondern einfach nur „Gut“ im Bezug auf fußballerische Fähigkeiten. Was Religion angeht haben wir ja gerade beim FC schon schlechte Erfahrungen gemacht mit Jesus Mondragon und Messias Daum. Letzterer hat es ja sogar auch noch zum Judas geschafft. Oh, da haben wir übrigens direkt Pointen-Potential: Daum, der Messias und Judas in Personalunion. Zack, Lacher – so einfach kann das sein. Kapiert, Herr Plagner!
Sie sind wirklich gut. Eine letzte Bitte habe ich noch: können Sie jetzt exklusiv für uns orakeln?
Gerne. Heute habe ich sogar einen besonderen Spannungsbogen. Vielleicht nehmen Sie sich eine Tabelle zur Hand oder gehen Sie parallel auf den Tabellenrecher auf bundesliga.de, dann macht das noch mehr Spaß und Sie können der Dramaturgie besser folgen. Können Wir anfangen, Herr Plagner?
Ja, ich bin soweit…
Gut: Freitagabend und es geht direkt hinein in den Abstiegskampf: Werder wackelt Wolfsburg aus der Liga und Lautern versetzt St. Pauli den Todesstoß. Für die roten Teufel und das dynamische Duo Allofs/Schaaf somit auch die rechnerische Rettung. Es zeigt sich mal wieder, dass Ruhe bewahren und nicht in Panik und Hysterie zu verfallen doch eine Alternative für abstiegsbedrohte Clubs sein kann. Aber ist die Syker Kreiszeitung wirklich mit den DUMont Schmierfinken zu vergleichen? Zweifel sind hier mehr als angebracht. Bei dieser Ergebnislage Stellt sich die Frage: Hoffnung für Lachbach? Der Reihe nach.
Der BVB siegt gegen Nürnberg. Reicht das schon zum Titel? Aber auch hier: Der Reihe nach. Die Internationalen Träume der Franken dagegen scheinen dahinzuschmelzen, wie ein Brennstab in einem havarierten Atomkraftwerk oder ein Spültuch, das auf einer versehentlich angelassenen Herdplatte liegt. Denn zusätzlich wird auch noch der Druck von unten erhöht, da der HSV noch mal einen letzten Funken Hoffnung verspürt durch einen Sieg gegen den SC Freiburg. Aber anstatt ein Feuer zu entfach verglüht dieser Funke humorlos in der Luft, wenn kurz nach Abpfiff das Ergebnis aus Mainz auf der Anzeigetafel erscheint: Sieg für die Möchtegern-Narren. Niederlage für Frankfurt im in der ARD, spätestens aber im ZDF als großes Rheinhessen-Derby ausgerufenen Spiel am Mainzer Bruchweg. Witzige Vorstellung, dass sich dieser grenzdebile Mainzer Clown mit den Frankfurter Ultras prügelt. Armer Clown. Und wieder ein Ergebnis, was die Bauern aus Ostholland hoffen lässt. Zu Recht? Es bleibt spannend.
Hoppenheim gegen Stuttgart. Langweilt von der Ansetzung her schon so, dass einem gar nichts anderes übrig bleibt, als null zu null zu rufen und damit schon mehr Aufregung zu verursachen, als es das Spiel in 90 Minuten schaffen wird.
Kommen wir zum Derby, das nicht so genannt werden darf. Das wäre zu viel Anerkennung für den Klassenausflug der Gesamtschule Schlebusch-Nord ins Stadion zu Müngersdorf. Glasklar: Drei zu Null oder in Worten 3:0! Sie fragen warum, Herr Plagner? Ganz einfach: Glaube! Sie verstehen? Zittern in Lachbach.
Zu recht: Hannover will in die Championsleague und mag ums Verrecken nicht damit aufhören. Also bitte, dann macht’s halt und schießt die blöden Bauern in die zweite Liga… Bayern gegen „Ach Du scheiße, hat Manu Euch mal gezeigt wo der Hammer hängt“ – Schalke ist das offizielle Ablösespiel für ManU(ell) Neuer … nomen est omen, liebe Transfermarkt-Orakel-Freunde. (Nein, es gibt keinen Plan diesbezüglich …aber wer weiß). Ach so, das Spiel geht mit Sicherheit auch irgendwie aus, Nehmen wir ein 4:4 – klingt wenigstens nach Spaß.
In diesem Sinne, schönes Wochenende.
P.S. Eine Geschichte kann man immer auf verschieden Art und Weise erzählen. Hier ein guter Blog-Beitrag über die Rolle der Medien bei der "Causa Schäfer/Finke".
Länderspielpause. Laaaaagnweilig! Zwangspause für das Orakel - wir sind ja hier ein Bundesliga-Orakel und nicht irgend so ein dahergelaufenes Kraken-Futternapf-Vorhersage-Spektakel für Länderspiele. Aber die gute alte Bundesliga gibt ja momentan nun wirklich nicht viel her, worüber man sich amüsieren könnte. Na gut, Würstchen Uli poltert mal wieder. Namensvetter Bruchhagen bezeichnet das als Weinlaune. Womit wir beim Thema wären: Das Orakel wäre nicht das Orakel, hätte es nicht zuweilen diese grandiosen Überleitungen. Uli regt sich also über das Pulver im Kaffee von Berti Bruchhagen auf. Pulver? Was meint er damit? Doch nicht etwa Koks? Also in Anspielung auf Christoph „Herzensangelegenheit – Messias – internationale Ambitionen“ Daum? Hihihi… Koks. Daum. Hoeneß. Und dann auch noch die bajuwarische Reunion mit Don Jupp. Wahnsinn. Daumen hoch. Gefällt mir – Gefällt mir? Klar: Facebook! Was macht man wenn einem in der Länderspielpause langweilig ist? Facebook! Da hab ich mich nicht lumpen lassen und die Highlights der vergangenen Tage im Facebook-Bundesliga-Universum in mundgerechte Stücke zusammenzufassen (und sachlich bewertet – Bon Appetit:
Credits:
Wichtig ist auf’m Platz
Sankt Pauli gegen Schlacke – Facebook Einöde gegen Selbstironie (bleibt ihnen eh nix anderes mehr übrig). Klarer Sieg für die Ruhrpöttler, wer Witze über den eigenen Dachschaden macht, soll auch mal drei Punkte holen! Bayern gegen Lachbach sollte, wenn nicht irgendjemand irgendwas in irgendeinen Kaffeebecher kippt, klar sein: Heimsieg.
Nächstes Spiel, und schon wieder Abstiegskampf Bremen gegen die Legionärstruppe aus dem neuen Öko-Vorzeige-Ländle. Passt das noch zusammen mit Bundesligafußball? Nein, es sei denn man ist der SC Freiburg! Von daher sehe ich schwarz für den VfB. Eins der wenigen Spiele ohne Kellerbeteiligung ist Dortmund gegen Hannover. Jetzt mal ehrlich: wollen wir lieber die langweiligen Niedersachsen in der Championsleague verlieren sehen oder dem FCB mit Titelambitionen zugucken. Also, heja BVB, heja BVB…
Aus der Abteilung: „keine Sau interessiert sich für mich“ Mainz gegen Freiburg. Gewinnt och … ähm, komm hier jetzt sach ich ma….Mainz. Nein doch Freiburg. Oder? Egal…genauso wie die Happy Hoppos gegen den HSV soll doch gewinnen wer will, Hauptsache nicht die blöden SAP Kicker! Viiiiel wichtiger für die kölsche Seele ist da schon der Besuch der Pillen bei der ober Nervensäge FCK. Ja, liebe Pillen, ich weiß es steckt noch Gutes in Euch - mit einem Sieg kommt Ihr auch Eurem ewigen Saisonziel ein Stückchen näher: Vizemeister! Und schon ist Sonntag: Erster Fußballclub Kööööln, eeeerster EEEf Ce Kööööln! Heimspielzeit ist Dreipunktezeit! Kölle Alaaf. Wäre zumindest recht wichtig!
Liebe Freunde des Orakels, Ihr müsst jetzt ganz stark sein. Derweil am Sonntag der Felix dem Artist formerly known as Messias, Herzensangelegenheit, internationale Ambitionen, verschnupfter Daum, Judas usw. den allerwertesten versohlt, werde ich mich direkt aus Müngersdorf auf den Weg machen, um in einer gewagten Expedition die mir unbekannten Berge der Tiroler Alpen und das Sozialverhalten der Menschen dort zu erkunden. Wenn es mir neben meinen mannigfaltigen Aufgaben dort nicht mehr gelingen sollte ein kleines Orakel zu verfassen, schaut auf die kommenden Zeilen, die auf jeden Fall die Quintessenz des Orakels der nächsten Woche wiedergeben:
Und wir schmeißen Stein um Stein, auf die Elf vom Niederrhein, scheiß Klorussia Mönchenlachbach, denn Du bist ein scheiß Verein!
Nein, wir freuen uns natürlich auf ein friedliches Derby mit gegenseitigem Respekt und ohne gemeine Gesänge...bla, bla, bla!
Ich bin verwirrt. Und auch empört. Drunter und drüber geht es. Wolfsburg, Schalke, Hamburg, München. Sogar teilweise Konfusion bei den Pillen. Nur in Lachbach hat man sich mit dem Ende bereits abgefunden. Sollten sie zumindest. Hehehe. Aber auch mit 32 Punkten ist man in diesem verrücktesten und härtesten und spannendsten und schockierendsten und ja, ich möchte auch sagen schönsten Abstiegskampf aller Zeiten noch lange nicht “schmitz backes”. Wie gesagt, die Bauern aus Ostholland zähle ich nicht dazu, die sind schon lange auf der Strecke geblieben. Das lustige daran ist, sie haben es noch nicht gemerkt. Großer Spaß. Absteiger.
Der untypischste FC aller Zeiten
Aber zurück zur aus FC Sicht völlig surrealen Liga. Trainerentlassung, Trainer wird fast entlassen, Trainer zum Saisonende entlassen, Trainer treten zurück und werden dann entlassen, Vorstände und Manager werden gefeuert. Und wer jetzt denkt, es handelt sich hierbei um einen Zusammenfassung der letzten Monate beim ersten Fußballclub Köln, der wird erschrocken feststellen müssen: Nein, der ist nach Dortmund und Hannover das Paradebeispiel für Kontinuität, Nachhaltigkeit und Erfolgsorientierung. Mit größter Ruhe und Gelassenheit werden hier auf einmal Rückschläge wie die Niederlage in Dortmund hingenommen und in positive Erlebnisse wie ein vier-zu-null-wie-geil-ist-das-denn umgewandelt, so dass der Besuch in Müngersdorf in letzter Zeit eher an den die Teilnahme an einem österlichen Hochamt erinnert als an die Totenmessen der vergangen Jahre - und da hatten wir immerhin Jesus im Tor und den Messias auf der Kanzel. Amen. Der mögliche Höhepunkt aber könnte in diesem Jahr ein Auswärtsspiel werden. Man stelle sich folgendes Szenario vor, mit dem der FC diese Saison unervergessen machen könnte: Nach Siegen gegen Hamburg (möglich weil der HSV sich im absoluten Chaos befindet) und Nürnberg (die sind völlig überschätzt und außerdem ein Heimspiel) folgt das Derby gegen und in Lachbach. Die haben bis zu diesem Zeitpunkt leider kein Spiel mehr gewinnen können und dümpeln immer noch mit traurigen 23 Punkten auf dem letzten Tabellenplatz herum. Der FC stürmt den Reidther Wellblechpalast, sichert sich mit einem Dreier im Feindesland die Zähler 39, 40 und 41, stürzt die Rübenbauern ins Tal der Tränen, ist selber gerettet und kann sich in Ruhe um die Planung für die kommende Bundesliga-Spielzeit kümmern.Brot kann schimmeln, was kannst Du, Sportschaumoderator?
Und nein, wir schielen danach nicht mit einem Auge Richtung Platz 5. So ein Schwachsinn. Da behauptet die hohle Printe von der Sportschau doch einfach mal kackfrech zum Schluss seiner Zusammenfassung aus Müngersdorf am vergangenen Freitag nach dem 4:0 gegen Hannover, dass in Köln schon wieder das Wort “Europaleague” die Runde macht. War wahrscheinlich Hannover Fan. Anders kann ich mir so ein armseliges Versuch ein Klischee zu bedienen nicht erklären. Insbesondere, wenn es auch noch frei erfunden ist. Arsch!“Felix Magath wird Trainer beim VfL Wolfsburg.” Gute Nacht!
ohne Worte ...so lasset uns Orakeln zum Auftakt gibt’s Abstiegskampf pur: Lauchbach gegen Lautern. Das ist wie einer dieser Unfälle bei denen man nicht hingucken will, es aber trotzdem dauernd muss. Als Kölner kann man das Duell aber relativ gelassen sehen - um mal eine absolute Weisheit rauszuhauen: egal wer gewinnt, einer verliert auf jeden Fall. Es sei denn sie spielen Unentschieden, dann verlieren beide. Puh, der sitzt, oder? Ach ja, Lachbach gewinnt dann aber, leider!Ja, ja. Kein Orakel letzte Woche. Ich weiß. Ich möchte mich bei allen verzweifelten Lesern entschuldigen, aber neben all den Feldstudien (im Selbstversuch) zur Wechselwirkung von Gerstensaftverzehr und Konsum von volkstümlicher Musik in kölscher Mundart und einer zusätzlichen Studienreise ins Dortmunder Westfalenstadion, fehlte neben der Zeit auch irgendwann einfach die ruhige Hand um ein qualitativ hochwertiges Orakel zu erstellen.
Impressionen aus Dortmund - Auswärts macht schon Spaß....
Dafür habe ich mich unter großen Gefahren am Mittwoch in die Gelsenkirchener Arena eingeschleust um dort erstaunliches zu erfahren:
Tief im Innenleben der Schalker Fanseele
Angeblich war er schon entlassen, jetzt wird er sogar eingeladen. Der Würstchen Willi von Schalke oder der Hardy Remagen des Ruhrpotts, Clemens der Große von Gelsenkirchen, lädt also zum Männergespräch."Der Felix" hat also den Machtkampf auf Schalke gewonnen. Was sagt das gemeine Gelsenkirchener Volk dazu? Unter größter Geheimhaltung meiner wahren fußballerischen Gesinnung habe ich mich dazu am Mittwochabend unter das Fanvolk in der Turnhalle in Herne West gemischt und ganz genau hingehört. Zugegeben, während des Spiels war es wirklich kaum zu ertragen. Dagegen hört man im Müngersdorfer Stadion auf den Plätzen 6 & 7 von Reihe 25 im Block O8 wirklich objektive Spielanalysen und korrekte Einschätzungen von Schiedsrichter-Entscheidungen. (Jeder der mal in den Genuss kam dort zu Gast zu sein, weiß wo von ich rede...) Aber später dann, nach dem Sieg gegen Valencia und dem Erreichen des Viertelfinales der Championsleague, war es soweit. Der Knappe an sich gab Auskunft über sein Seelenleben. In der vollen Straßenbahn von der Arena zum Bahnhof, wurde “der Felix” für das erreichte in höchstem Maße gelobt. "Wir sind im Pokalfinale. Gegen Düüüsburch, weißte. Und dann auch noch unter den besten acht in ganz Europa. Ja was wollen die ganzen Kritiker aus den Medien denn eigentlich? Die schreiben die Kriese doch hier nur. Gut, in der Bundesliga läuft es gerade nicht so. Aber ey - als wir den UEFA-Pokal gewonnen haben, sind wir in der Liga auch nur Zwölfter gewesen und wer weiß was mit ein wenig Losglück noch alles...” RUMS. Ja genau, is klar, ne. ...Intermailand, das war die Show. Träum weiter, Schlakke. Und ich dachte in Köln liegen Anspruch und Wirklichkeit ein wenig weiter auseinander. Wie gesagt gegen das Schalker Pack (Vorurteil wurde auch bestätigt) ist man hier in Köln so realistisch in der sportlichen Bewertung wie K.T. von und zu Guttenberg bei seiner berühmten Berliner Rede: As a bavarian man, i take pride in the words “isch bin ein Betrüger” - war doch von ihm, oder? Oder war das Loddar?
Könnte sich auch eine Karriwere als Trainer vorstellen - Karl Theodor Matthäus
Zapfenstreich
Saubere Überleitung zum nächsten Thema! Was für ein Abgang. Großer Zapfenstreich mit “Smoke in the Water” - Das Lied über die Geschichte in der ein Fan bei einem Zappa Konzert mit einer Leuchtpistole das Casino von Montreux in Flammen setzt. Deep Purble, die gerade zur Aufnahme ihres neuen Albums "Machine Head" in der Stadt weilten, inspirierte dieses Geschehen zu diesem Lied mit dem wohl bekanntesten Riff der Rockgeschichte - oder wie es auch oft genannt wird: Beethovens Fünfte der Rockmusik. Ich muss gestehen, dass ich es eher lustig von Super-Gutti fand, gerade das Lied auszuwählen.
Were at the best place aroundDirigiert auch Blaskappellen - Felix Magath
Das Orakel
Zum sportlichen: Wenn Rensing auch nur halbwegs so gut drauf ist, wie am vergangenen Freitag in Lüdenscheid und Nova über Karneval nicht dauernd in der Kneipe abgehangen hat, dann sollte einen weiteren Heimsieg nichts mehr im Weg stehen. Und dann singen wir wieder: “Keiner wird es wagen, keiner wird es wagen, UNS, den FC Köln zu schlagen....” Rekord für Schäfer, wer war noch mal dieser Daum?
Was die Bayern angeht, bleibe ich bei meiner Linie treu, irgendwann müssen sie ja mal anfangen zu gewinnen. Schalke schießt Frankfurt endgültig in den Abstiegskampf und Wolfsburg bereit sich aus dem Selbigen mit einem Dreier gegen Nürnberg. Ich befürchte auch Hoppenheim wird nichts dran ändern können, dass die Dortmunder Meisterschaft schon am 30ten Spieltag gefeiert werden kann, Sieg für den BVB.Lautern schlägt Freiburg und Bremen stoppt Lachbach bei ihrem lächerlichen Versuch noch mal die letzten Kräfte zu mobilisieren. Beides nicht so toll für den FC, aber wir gewinnen ja. Und Lachbach muss endlich einsehen, dass man zwar rankommen kann, aber um auch vorbeizuziehen, weiter gewinnen muss - nur so gut sind die Bauern eben nicht. Düp, Düp Düp....!
Am Sonntag kommt es zum Möchtegern-Duell zwischen “ich möchte so gerne eine echte Karnevalshochburg sein” - Mainz und den “ich möchte so gerne überhaupt mal wahrgenommen werden” - Pillen. Gruselig. Auswärtssieg für die Pillen. Das letzte Spiel an diesem Wochenende ist aus FC-Sicht auch das einfachste, denn egal wie St. Pauli gegen Stuttgart spielt, es kommt dem FC zu Gute. Ich befürchte nur, dass es unsere Freunde vom Millertor trifft.
Geschichten vom Abstiegsgespenst
Die halbe Liga zittert. Es geht um. Der Schrecken der abgestürzten Topclubs, der ungeliebte, aber bestens bekannte Sparringspartner der vergangen Jahre, für die zuletzt Geretteten und der alte Erzfeind der Aufsteiger und Fahrstuhlmannschaften: Das Abstiegsgespenst! Noch elf Spieltage. Noch 33 Punkte zu vergeben. Und keiner kann absehen, wen es am Ende erwischt. Keiner? Fast. Denn einer traut es sich:
Das Spieltagsorakel hat die Glaskugel heute aufs Feinste poliert und guckt weit in die Zukunft. Club für Club wird sachlichst analysiert, welche Mannschaften auf der Orakel-Abstiegsgespenst-Skala wie viele Punkte erhalten. Von 1 für “nur weil du Dich nicht traust, offen von internationalem Geschäft zu reden, musst Du nicht behaupten, dass es für Dich nur gegen den Abstieg geht, Dutt!” über 9 für “mit einem Bein in Paderborn” bis 10 oder besser “Tschüss” für Lachbach. Also, untere Tabellenhälfte, nimm Dich in Acht vor dem gnadenlosen Urteil des Orakels:
Der Spieltag (ja, heute alle in einem Block - verrückt, ne!?)
Man sollte es kaum glauben, an der Spitze der ägyptischen Protestbewegung auf dem Tahrir-Platz standen unter anderem Fans des Kairoer Fußballclubs al-Ahly. Genauer gesagt die Ultras. Anscheinend habe die Jungs dort eine entscheidende Rolle gespielt bei der Verteidigung des Platzes gegen Polizei und Geheimdienst. So berichtet die TAZ unter der Woche, wie die Anhänger des Clubs ihre im Fußball erworbenen Kompentenzen für die Sache des sich erhebenden Volkes einbrachten. Das ein wenig Übung im Steinewerfen und Autos anzünden nicht schlecht sein kann, wenn man sich mit der Staatsmacht anlegt, versteht sich von selbst. Aber besonders das organisatorische Geschick der hauptberuflichen “Anfeuerer” half bei Aufgaben wie z.B. dem Verteilen von Wurfprojektilen. Der US-Journalist James Dorsay fast die Bedeutung der Gruppierung bei den Protesten in Kairo in einer bemerkenswerten Schlussfolgerung zusanmmen: "Dass organisierte Fußballfans bei den Antiregierungsprotesten in Ägypten dabei sind, ist der schlimmste Albtraum jeder arabischen Regierung." Um mich nicht irgendwann auf einem Vorläufigen Zenit meiner Karriere (als Was auch immer) mit Plagiatsvorwürfen konfrontiert zu sehen, hier der Link zum besagten TAZ Artikel.
Ob dieses Modell allerdings übertragbar ist auf die abendländischen Ultragruppierungen, bleibt sehr fragwürdig. Man stelle sich sich das “Commando Cannstatt” vor, wie es bei Anti-S21 Demos angeführt von Chem Özdemir die schicken Karossen von Mappus und Kefer in Brand setzt. Gar nicht auszudenken, was man bei Castortransporten erreichen könnte, würde man eine “Ultras aller Ligen, vereinigt Euch” - Initiative gründen. Hoffen wir, dass die bundesdeutschen Parteistrategen das Potential der Ultras nicht entdecken. Oder wollen wir die Wilde Horde sehen, wie sie bei Protesten gegen Köln21 (Nord-Süd-Bahn) wirklich eine Linie 18 bis nach Istanbul fordert, weil der FC nach zwei Siegen in Folge ja eindeutig wieder auf Kurs Richtung Europapokal liegt? Köln mal wieder die Lachnummer der Nation. Was wir im übrigen oft zu Unrecht sind.
Pyrotechnik! Verbrechen?
Lachbacher Gelächter und Schweizer KäseWenn wir als Kölner in diese Richtung scherzen, ist das ja durchaus selbstironisch und lustig. Muss es aber sein, dass der Kollege Claus Lufen als Moderator der Sportschau nach dem Spielbericht über des Sieg gegen die möchtegern-Karnevallisten aus Mainz kackfrech in die Kamera rumsinniert, dass man in Kölle ja jetzt bestimmt wieder vom Europapokal redet. Nein, Herr Lufen, das macht hier ernsthaft keine Sau. Aber bitte tun Sie uns doch den Gefallen und erzählen dem Rest der Republik nicht, dass es so wäre. So entstehen diese falschen Klischees. Wir können ja auch nix dafür, dass Sie so frustiert sind, als Galdbachfan in Köln arbeiten zu müssen und sich jeden Tag die Gute Laune der Kollegen anhören zu müssen, während Ihr Club Woche für Woche dem sicheren Abstieg einen guten Schritt näher kommt. Machen Sie sich doch lieber, wie wir auch, über Ihren eigenen Club lustig, denn der bietet diesbezüglich ja wohl gerade genügend Anlass. Das nimmt Ihnen dann auch keiner Übel.
Was macht eigentlich ...?
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So muss das aussehen!
Der RestDie Frankfurt zu Gast Franken. Was phonetisch na bei einander liegt, könnte von den Vorraussetzungen nicht unterschiedlicher sein. Nürnberg ist - mit nur zwei Toren Vorsprung vor dem FC - die drittbeste Rückrunden-Mannschaft und hat sich wohl mit gut neun Punkten Vorsprung auf Platz 16 komplett aus dem Abstiegskampf verabschiedet. Frankfurt kriselt als Schlusslicht in diesem Tableau fleißigst vor sich hin. Das sollte eine klare Angelegenheit für die Jungs von Dieter Hecking werden.